Grundlagen der Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei

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Landwirtschaftliche Tätigkeiten

Landwirtschaftliche Tätigkeiten nehmen einen wichtigen Platz ein und sind von folgenden Faktoren abhängig:

  • Wetter: Jede Kultur benötigt spezifische klimatische Bedingungen hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit für ihre Entwicklung.
  • Relief: Landwirtschaft findet in der Regel in Ebenen oder Tallagen statt.
  • Boden: Die Bodenbeschaffenheit beeinflusst die Entwicklung der Kulturen. Die landwirtschaftliche Nutzung hängt von Struktur und Säure ab.

Bodenbeschaffenheit

  • Textur: Beschreibt die Größe der Bodenpartikel und bestimmt die Fähigkeit, Wasser zu speichern.
  • Säure: Der pH-Wert bestimmt, ob ein Boden sauer oder alkalisch ist.

Agrarlandschaften

Agrarlandschaften sind durch menschliche Eingriffe veränderte natürliche Landschaften. Man unterscheidet verschiedene Formen:

Landschaftstypen

  • Freilandlandschaft: Besteht aus kleinen, offenen Flächen mit regelmäßigen Formen.

Anbautechniken

  • Monokultur vs. Polikultur: Anbau einer einzigen Art gegenüber dem Anbau mehrerer Arten.
  • Bewässerung vs. Trockenfeldbau: Nutzung von Grundwasser und Kanälen im Vergleich zur Versorgung durch Regenwasser.
  • Intensiv- vs. Extensivwirtschaft: Hoher Einsatz von Dünger, Arbeit und Saatgut bei intensiver Nutzung gegenüber extensiven Methoden.

Subsistenzwirtschaft

Das Ziel der Subsistenzwirtschaft ist die Selbstversorgung. Überschüsse für den Verkauf sind selten. Bekannte Formen sind:

  • Brandrodungsfeldbau: Häufig in tropischen Regionen (Afrika, Südamerika, Asien).
  • Regenfeldbau: Basierend auf traditionellen landwirtschaftlichen Tätigkeiten.
  • Bewässerter Reisanbau: In Regionen mit reichlich Niederschlag und fruchtbaren Böden (z. B. Asien).

Marktorientierte Landwirtschaft

Diese Form entstand mit der industriellen Revolution und zielt auf den Verkauf und Gewinn ab. Wichtige Faktoren sind:

  • Mechanisierung: Spart Arbeit und steigert die Produktion.
  • Spezialisierung: Erhöht die Menge und verbessert das Marketing.
  • Effiziente Vermarktung: Schneller Transport und Anpassung an das Produkt.

Viehwirtschaft

Traditionelle Viehhaltung

Tiere werden oft für die Feldarbeit und als Düngerlieferanten genutzt. Kleinbauern halten Herden für den Eigenbedarf an Fleisch und Wolle.

Marktorientierte Viehwirtschaft

  • Intensive Viehhaltung: Spezialisierte Betriebe mit hohem Kapital- und Arbeitseinsatz. Tiere werden in Ställen oder auf Farmen gehalten.
  • Extensive Viehhaltung: Nutzung großer Weideflächen mit geringerem Arbeitsaufwand, aber hohem Flächenbedarf.

Fischerei

Man unterscheidet zwischen traditioneller und industrieller Fischerei:

  • Traditionelle Fischerei: Küstennah, einfache Fanggeräte, geringe Produktion für den Lebensunterhalt.
  • Industrielle Fischerei: Einsatz moderner Technologie (Radar, Sonar, Kühlsysteme) für hohe Fangmengen.

Überfischung

Durch ineffiziente Techniken und eine zu große Flottenkapazität sind viele Bestände gefährdet. Internationale Organisationen fordern Maßnahmen wie:

  • Verbot von Großnetzen
  • Kontrolle der Mindestfanggrößen
  • Einrichtung von Schonzeiten
  • Begrenzung der Fangflottenkapazität

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