Grundlagen der Linguistik: Semantik, Text und Grammatik

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Die Bedeutung der Wörter

Bezeichnung und Konnotation

Die Bezeichnung (Denotation) ist die objektive Bedeutung eines Wortes, die für alle Sprecher gleich ist und in Wörterbüchern verzeichnet ist. Beispiel: „Surfen“ bezeichnet unter anderem das Gleiten auf Wellen mit einem Brett.

Die Konnotation umfasst den Bereich subjektiver Bedeutungen, die über die Bezeichnung hinausgehen. Sie hängen von der kommunikativen Situation ab: Kultur, Ideologie, Absicht, Ort der Kommunikation oder Stil.

Lexikalisch-semantische Beziehungen

  • Eindeutigkeit (Monosemie): Ein Wort hat nur eine einzige Bedeutung.
  • Polysemie: Ein Wort hat zwei oder mehr Bedeutungen, die vom Kontext abhängen.
  • Homonymie: Wörter mit gleicher Form, aber unterschiedlicher Herkunft und Bedeutung. Unterteilt in:
    • Homophone: Gleiche Aussprache, unterschiedliche Schreibweise (z. B. „Säen“ / „Sehen“).
    • Homographen: Gleiche Aussprache und Schreibweise.
  • Synonymie: Verschiedene Wörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung.
  • Antonymie: Beziehung zwischen Wörtern mit entgegengesetzter Bedeutung (z. B. komplementär, reziprok oder graduiert).
  • Hyperonymie und Hyponymie: Oberbegriffe (Hyperonyme) beinhalten die Bedeutung von Unterbegriffen (Hyponyme), z. B. Blume (Hyperonym) – Rose (Hyponym).

Semantische Felder und Änderungen

Ein semantisches Feld ist eine Gruppe von Wörtern derselben grammatischen Kategorie mit gemeinsamen Merkmalen. Semantische Änderungen entstehen durch sprachliche, historische oder soziale Ursachen.

Der Text und seine Eigenschaften

Ein Text ist eine vollständige Kommunikationseinheit. Er zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Angemessenheit: Anpassung an die Kommunikationssituation.
  • Kohärenz: Globale Bedeutung und logische Einheit.
  • Zusammenhalt (Kohäsion): Verbindung der sprachlichen Elemente durch Referenz (Deixis, Anapher, Katapher, Ellipse) und Konnektoren.

Lexikographie und Wörterbuch

Die Lexikographie befasst sich mit der Erstellung von Wörterbüchern. Ein Wörterbucheintrag enthält Informationen wie Aussprache (IPA), Etymologie, Wortart, Definitionen und Verwendungsbeispiele.

Der diakritische Akzent

Der diakritische Akzent dient dazu, einsilbige Wörter zu unterscheiden, die gleich geschrieben werden, aber unterschiedlichen grammatischen Kategorien angehören (z. B. „er“ als Artikel vs. „er“ als Pronomen).

Der grammatische Satz

Der Satz ist die kleinste unabhängige Einheit der Kommunikation mit vollständigem Sinn und eigener Intonation. Er besteht in der Regel aus einem Subjekt (Nominalphrase) und einem Prädikat (Verbalphrase).

Satzarten nach der Absicht des Sprechers

  • Aussagesätze: Objektive Berichterstattung.
  • Fragesätze: Erfordern eine Antwort (direkt oder indirekt).
  • Ausrufesätze: Ausdruck von Gefühlen.
  • Aufforderungssätze: Befehle, Bitten oder Verbote.
  • Optativsätze: Ausdruck eines Wunsches.
  • Dubitativsätze: Ausdruck von Zweifel oder Möglichkeit.

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