Grundlagen des Managements: Führung, Strategie und Konflikte

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Management-Funktionen nach Allen

  • Planung: Ziele und Strategien festlegen, Ressourcen identifizieren und Prognosen erstellen.
  • Organisation: Ressourcen bereitstellen, Rollen und Verantwortlichkeiten verteilen sowie Arbeitssysteme definieren.
  • Führung und Ausführung: Pläne umsetzen, Mitarbeiter motivieren, Entscheidungen treffen und Konflikte lösen.
  • Bewertung: Zielerreichung sicherstellen, Ergebnisse analysieren und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen einleiten.

Mission und Vision

Die Mission beschreibt die Identität und Persönlichkeit des Unternehmens in der Gegenwart. Die Vision definiert das angestrebte Zielbild der Organisation in der Zukunft.

Management-Ebenen

  • Top-Management: Vorsitzende und Führungskräfte; verantwortlich für langfristige Strategien (3–5 Jahre).
  • Middle-Management: Umsetzung der strategischen Pläne des Top-Managements.
  • Operative Leitung: Einweisung der Mitarbeiter und Bewertung der Arbeitsergebnisse.

Mitarbeitertypen nach McGregor

  • Typ X: Der Mitarbeiter gilt als von Natur aus faul, unmotiviert und verantwortungsscheu. Er benötigt ständige Überwachung und klare Anweisungen.
  • Typ Y: Der Mitarbeiter ist motiviert, kreativ und übernimmt gerne Verantwortung. Er arbeitet selbstständig und ist vertrauenswürdig.

Theorien zur Führung

Theorie der Persönlichkeitsmerkmale

Früher glaubte man, Führungskräfte müssten bestimmte angeborene Eigenschaften besitzen (z. B. Empathie, Kommunikationsfähigkeit). Heute gilt Führung als erlernbare Fähigkeit.

Situational Leadership Theory

Entwickelt von Hersey und Blanchard (1982). Effektive Führung hängt von der Wahl des Stils ab, der zur beruflichen Reife des Mitarbeiters in der jeweiligen Aufgabe passt. Dabei wird zwischen aufgabenorientiertem und beziehungsorientiertem Verhalten unterschieden.

Konfliktmanagement

Vor- und Nachteile von Konflikten

  • Vorteile: Bewusstsein für Probleme schaffen, Innovation fördern, Kreativität anregen und Beziehungen stärken.
  • Nachteile: Emotionale Belastung, Kommunikationsschwierigkeiten, Voreingenommenheit und wettbewerbsorientierte Blockaden.

Strategien im Konflikt

  • Vermeidung: Rückzug aus dem Konflikt.
  • Dämpfung: Konflikt ignorieren oder überspielen (kurzfristig).
  • Kontrolle: Aggressive Strategie, die oft beiden Parteien schadet.
  • Verhandlung: Austausch und Suche nach einer gemeinsamen Lösung.

Mediation und Schlichtung

  • Mediation: Ein Dritter unterstützt die Parteien bei der Lösungsfindung.
  • Schiedsverfahren: Ein Schiedsrichter diktiert eine verbindliche Lösung.
  • Vermittlung: Ein Dritter moderiert den Prozess, um eine Einigung zu erzielen.

Verhandlungstechniken

Wichtige Elemente sind die beteiligten Parteien, das Ziel, die Machtverhältnisse, der Manövrierspielraum und das angestrebte Abkommen.

  • Integrative Verhandlung: Win-Win-Ansatz; Suche nach Lösungen, die die Interessen beider Seiten maximieren.
  • Distributive Verhandlung: Nullsummenspiel (Ich gewinne, du verlierst); oft geprägt von verhärteten Fronten.

Tools für die Entscheidungsfindung

  • Pareto-Analyse: Die 80/20-Regel hilft, die wenigen kritischen Probleme von den vielen trivialen zu trennen.
  • Entscheidungsbaum: Visualisierung von Handlungsalternativen und deren möglichen Konsequenzen.
  • Six Thinking Hats: Eine von Edward de Bono entwickelte Methode, um Probleme aus sechs verschiedenen Perspektiven zu betrachten und die Kreativität zu fördern.

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