Grundlagen des Marketings: Zielgruppen und Konsumenten
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Definition des Marktes
Ein Markt ist eine Gruppe potenzieller Konsumenten, die ein Bedürfnis haben und bereit sind, dieses durch den Austausch von Werten zu erfüllen. Wir unterscheiden zwischen:
- Theoretischer Markt: Alle potenziellen Käufer eines Produktes.
- Zielmarkt: Die spezifische Gruppe, auf die ein Produkt ausgerichtet ist.
- Potenzieller Markt: Personen, die das Produkt in Zukunft erwerben könnten.
Marktgrenzen
- Physische/Geografische Grenzen: Reichweite des Produkts (lokal, regional, national, international).
- Verbrauchermerkmale: Anpassung an die Bedürfnisse der Zielgruppe.
- Produktnutzung: Einsatzbereich des Produkts.
Der Endverbraucher
Der Endverbraucher nutzt die angebotenen Leistungen. Sein Verhalten ist komplex, nicht starr und wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst.
Externe Einflüsse auf die Einstellung
Die Einstellung ist die Manifestation der Stimmung einer Person gegenüber einem Ziel. Sie wird erlernt und umfasst drei Komponenten:
- Kognitiv: Wissen und Verständnis über das Produkt.
- Affektiv: Emotionale Bindung oder Gefühl gegenüber dem Produkt.
- Konativ: Die Handlungsabsicht, die zum Kauf führt.
Funktionen der Einstellung
Dazu gehören Nutzenstiftung, Wertevermittlung, defensive Funktionen und Informationsverarbeitung.
Wahrnehmung und Motivation
Wahrnehmung ist die Art und Weise, wie Reize interpretiert werden. Faktoren wie Alter, Bedürfnisse, Kontext, Vorurteile, Preis und Verpackung beeinflussen die Wahrnehmung von Produktqualität und Design.
Motivation
Motivation ist der emotionale Antrieb, ein Bedürfnis zu befriedigen. Der Prozess gliedert sich in drei Phasen:
- Mangel: Das Fehlen von etwas.
- Dynamik: Die Bewegung zur Bedürfnisbefriedigung (rational oder emotional).
- Befriedigung: Die Belohnung nach Erreichen des Ziels.
Theorien der Motivation
- Maslowsche Bedürfnishierarchie: Unterteilt in 5 Stufen: Physiologische Bedürfnisse, Sicherheit, soziale Bedürfnisse, Wertschätzung und Selbstverwirklichung. Eine höhere Stufe kann erst erreicht werden, wenn die untere gedeckt ist.
- Sigmund Freud: Fokus auf das Unterbewusstsein. Die Psychoanalyse nutzt freie Assoziationen, um unbewusste Beweggründe zu verstehen.
- Herzberg-Zwei-Faktoren-Theorie: Unterscheidet zwischen Hygienefaktoren (deren Fehlen Unzufriedenheit auslöst, z. B. Gehalt) und Motivationsfaktoren (die Zufriedenheit erzeugen, z. B. Anerkennung).
Makro-Umweltfaktoren
Das Konsumentenverhalten wird durch externe Bedingungen beeinflusst:
- Kultur: Normen, Überzeugungen und Gewohnheiten.
- Demografie: Auswirkungen auf Einkaufsgewohnheiten.
- Wirtschaft: Einkommen, Beschäftigung, Inflation und Zinssätze.
- Politik und Recht: Liberalisierung und Geschäftsmöglichkeiten.
- Technologie: Innovation und Produktveränderungen.
- Umwelt: Fokus auf Nachhaltigkeit, Bio-Produkte und Recycling.