Grundlagen der Marktwirtschaft und Marktmechanismen

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Markt und Preisbildung

Markt: Ein Markt umfasst die Gesamtheit der Handelsaktivitäten eines Produkts. Er wird durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt.

Nachfrage: Die Nachfrage beschreibt die Menge an Waren, die Verbraucher zu bestimmten Preisen zu kaufen bereit sind. Dabei werden Faktoren wie das verfügbare Einkommen, die Preise verwandter Güter sowie individuelle Geschmäcker und Vorlieben berücksichtigt.

Nachfragekurve: Dies ist die grafische Darstellung der Nachfragefunktion. Sie zeigt die unterschiedlichen Mengen eines Gutes, welche die Käufer zu verschiedenen Preisen erwerben möchten.

Angebot (Gebot): Das Angebot ist die Menge an Gütern, die Unternehmen zu einem bestimmten Preis herstellen und verkaufen wollen. Dies hängt von den Produktionskosten (Kosten der Produktionsfaktoren und Technologie) sowie den Unternehmenszielen (Business-Zielen) ab.

Angebotskurve: Die grafische Darstellung der Angebotsfunktion zeigt die unterschiedlichen Mengen an, die Unternehmen zu den jeweiligen Preisen produzieren.

Marktgleichgewicht (Balancing): Dies ist der Punkt, an dem die Pläne der Unternehmen und der Verbraucher übereinstimmen. Hier gelingt es den Firmen, ihre Waren abzusetzen, und den Verbrauchern, ihren Bedarf zu decken.

Marktstrukturen und Wettbewerb

  • Marktzutrittsschranken: Faktoren, die den Markteintritt neuer Unternehmen in einen Markt verhindern oder behindern.
  • Marktaustrittsschranken: Faktoren, die das Verlassen eines Marktes erschweren.
  • Kartell (Cartel): Eine informelle Gruppierung von Unternehmen, die unter Wahrung ihrer Unabhängigkeit zusammenarbeiten, um den Wettbewerb auf dem Markt zu verringern oder zu beseitigen. Ein Kartell an der Börse kann beide Seiten des Marktes beeinflussen.
  • Monopol (Monopoly): Der Extremfall des unvollkommenen Wettbewerbs. Es ist durch das Fehlen von Wettbewerb gekennzeichnet. Ein einzelnes Unternehmen stellt alle vorhandenen Waren oder Dienstleistungen bereit und hat somit die volle Kapazität, Preise oder Mengen zu beeinflussen.
  • Oligopol: In diesem Markt agieren nur wenige Firmen, die jedoch groß genug sind, um den Preis zu beeinflussen, wenn eine von ihnen ihr Angebot ändert.
  • Monopolistischer Wettbewerb: Eine Marktform, in der viele Unternehmen ähnliche Produkte mit gleicher Funktion anbieten. Durch Produktdifferenzierung versuchen diese Firmen, eine starke Kundenbindung (Fidelisierung) aufzubauen.

Produktionsfaktoren und Entlohnung

Vermietung oder Verpachtung des Grundstücks: Die Vergütung für Besitzer natürlicher Ressourcen für deren Nutzung, wobei deren Ertragsfähigkeit bewertet wird.

Rente: Der Wert oder Preis, der für die Nutzung einer produktiven Ressource in einem bestimmten Zeitraum gezahlt wird.

Zins: Der Wert von Kapitaldienstleistungen oder, genauer gesagt, der Preis des Geldes.

Gehalt (Salary): Die Entschädigung, die für die Arbeit für andere gezahlt wird.

Branchenübergreifender Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn, den jeder Arbeitnehmer unabhängig von seinem Beruf erhalten muss (z. B. in Spanien).

Wirtschaftspolitik und Marktversagen

Beschäftigungspolitik: Eine Reihe von Plänen und Verfahren, die auf den Markt ausgerichtet sind, um die Arbeitslosigkeit in einer Wirtschaft zu verringern.

Marktversagen: Eine negative Folge der Marktleistung, die auftritt, wenn die Zuweisung von Ressourcen nicht effizient erfolgt.

Konjunkturzyklen (konjunkturabhängig): Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität, die in abwechselnden Phasen der Expansion und Rezession verlaufen.

Wirtschaftspolitik: Maßnahmen und Instrumente, mit denen der Staat in die Wirtschaft eingreift, um den Fortschritt des Landes zu fördern.

Externalitäten: Folgen wirtschaftlicher Aktivitäten, die unbeteiligte Dritte beeinflussen und nicht in den Preisen der produzierten Waren enthalten sind.

  • Negative Externalität (Externe Kosten): Kosten einer wirtschaftlichen Tätigkeit, die auf andere Personen als die Verursacher fallen.
  • Positive Externalität (Externer Nutzen): Vorteile einer Aktivität, die Dritten zugutekommen, ohne dass diese dafür bezahlen.

Wohlfahrtsstaat: Ein besonderes System der gemischten Wirtschaft, das durch die Anerkennung einer Reihe von Grundrechten und sozialer Absicherung für alle Menschen gekennzeichnet ist.

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