Grundlagen der menschlichen Anatomie und Histologie

Eingeordnet in Biologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,44 KB

Studie des Menschen

Der menschliche Körper bewegt sich, passt sich an und überlebt unter widrigen Bedingungen. Seine Konstruktion ist komplex und überlebt, weil das Gehirn in der Lage ist, abstrakt zu denken und Wahrnehmung, Denken sowie Handeln zu bereichern. Das ganze Leben ist aus Zellen aufgebaut, den kleinen Einheiten, aus denen der Körper besteht. Die erste menschliche Zelle ist die befruchtete Eizelle oder Zygote.

Zellstruktur und Funktion

Zellen atmen, ernähren sich und sind in der Lage, sich zu vermehren. Im Körper gibt es etwa 200 Billionen Zellen, die für das Überleben und die Vermehrung zusammenarbeiten. Sie sind Individuen, die Teil eines höheren Organismus sind. Einige Zellen, wie Muskel- oder Nervenzellen, reagieren auf äußere Reize. Sie sind meist nur mit dem Elektronenmikroskop sichtbar.

Bestandteile der Zelle

  • Zellmembran
  • Zytoplasma: Klebrige Substanz aus Wasser, Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten.
  • Vakuolen
  • Mitochondrien: Produzieren zelluläre Energie.
  • Ribosomen: Zuständig für die Proteinsynthese.
  • Zentrosom: Beteiligt an der Zellteilung.
  • Zellkern: Umgeben von einer Kernmembran, enthält Nukleolus und Chromosomen mit Genen.

Der Mensch hat 46 Chromosomen, davon sind 2 Geschlechtschromosomen (XY). Die Organisation der Chromosomen erfolgt in Doppelketten-Strukturen, den sogenannten Espiremas, die DNA enthalten.

Zellteilung und Entwicklung

Die Zelle reproduziert sich durch Teilung (Mitose), wobei aus einer Mutterzelle zwei identische Tochterzellen entstehen. Störungen in diesem Prozess können zu anarchischer Vermehrung führen, was Neubildungen wie Krebs zur Folge haben kann. Die Entwicklung beginnt mit der Befruchtung, führt über die Morula zum Trophoblasten, zur Blastula und schließlich zur Gastrula mit der Differenzierung in Endoderm, Ektoderm und Mesenchym.

Gewebearten

Ein Gewebe ist eine Ansammlung differenzierter Zellen mit einer bestimmten Funktion. Man unterscheidet vier Haupttypen:

  • Epithelgewebe
  • Bindegewebe
  • Muskelgewebe
  • Nervengewebe

Epithelgewebe

Epithelien werden nach der Anzahl ihrer Schichten klassifiziert (einfach oder geschichtet) und können sekretorische Funktionen haben (Drüsenepithel).

Nervengewebe

Das Nervensystem verarbeitet Informationen über afferente Neuronen und sendet Reaktionen über efferente Neuronen. Es besteht aus Neuronen mit Dendriten und Axonen. Man unterscheidet das zentrale Nervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS).

Muskelgewebe

Muskeln sind aktive Organe für Bewegungen. Man unterscheidet:

  • Skelettmuskulatur: Willkürlich, bewegt Knochen.
  • Viszeralmuskulatur: Unwillkürlich, glatte Muskulatur.
  • Herzmuskulatur: Kontinuierliche, rhythmische Kontraktion.

Die Kontraktion erfolgt durch das Gleiten von Aktin und Myosin, gesteuert durch die motorische Endplatte unter Energieverbrauch (ATP).

Stütz- und Bewegungssystem

Bindegewebe

Es dient der strukturellen Unterstützung, dem Stoffaustausch und der Reparatur. Es besteht aus Zellen (Fibroblasten, Adipozyten) und einer extrazellulären Matrix (Kollagen, Elastin).

Knorpelgewebe

Ein festes, aber flexibles Bindegewebe, bestehend aus Chondrozyten. Man unterscheidet hyalinen, elastischen und Faserknorpel.

Gelenke

Gelenke verbinden Knochen. Man unterscheidet:

  • Sinarthrosen: Unbewegliche Verbindungen.
  • Amphiarthrosen: Teilbewegliche Gelenke.
  • Diarthrosen: Bewegliche Gelenke mit Gelenkhöhle und Synovialflüssigkeit.

Knochengewebe

Ein spezialisiertes Bindegewebe, das aus Osteoblasten, Osteozyten und Osteoklasten besteht. Es wird in kompakte Knochen (mit Osteonen) und Schwammknochen unterteilt. Das Knochenwachstum wird durch Hormone wie Parathormon und Calcitonin reguliert.

Verwandte Einträge: