Grundlagen des menschlichen Herz-Kreislauf-Systems
Eingeordnet in Biologie
Geschrieben am in
mit einer Größe von 2,78 KB
Blutgefäße im Überblick
- Arterien: Sie führen Blut vom Herzen zu allen anderen Organen des Körpers. Ihre Wände sind dick und elastisch, um dem hohen Druck standzuhalten, mit dem das Blut vom Herzen gepumpt wird.
- Venen: Sie leiten das Blut aus den verschiedenen Organen zurück zum Herzen. Die Wände sind dünner und weniger elastisch als bei den Arterien, da das Blut mit weniger Druck zirkuliert.
- Kapillaren: Mikroskopisch kleine Gefäße, die als Netzwerk die Enden der Arterien mit dem Beginn der Venen verbinden.
Bestandteile des Blutes
Blutplasma: Eine gelbliche Flüssigkeit, die zu 90 % aus Wasser besteht und verschiedene Stoffe wie Proteine, Kohlenhydrate und gelöste Substanzen enthält.
Zelluläre Bestandteile
- Rote Blutkörperchen (Erythrozyten): Kleine, kernlose, bikonkave Zellen. Sie sind elastisch und verformbar, was ihnen die Reise durch die Kapillaren ermöglicht.
- Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Zelluläre Bestandteile, die größer als rote Blutkörperchen sind und einen Zellkern besitzen.
- Thrombozyten (Blutplättchen): Zellfragmente ohne Zellkern, die aus Riesenzellen des Knochenmarks stammen und an der Blutgerinnung beteiligt sind.
Der Herzzyklus
- Vorhof-Systole: Die mit Blut gefüllten Vorhöfe ziehen sich zusammen. Diese Kontraktion bewirkt die Öffnung der Mitral- und Trikuspidalklappe und presst das Blut in die Herzkammern.
- Kammersystole: Unmittelbar nach der Vorhof-Systole kontrahieren die Herzkammern. Dies führt zu einem Anstieg des ventrikulären Blutdrucks, wodurch sich die Mitral- und Trikuspidalklappen schließen, um einen Rückfluss in die Vorhöfe zu verhindern. Gleichzeitig öffnen sich die Taschenklappen (Semilunarklappen), und das Blut gelangt in die Arterien (Lungenarterie aus der rechten Kammer, Aorta aus der linken Kammer).
- Diastole: Nach der Kammersystole entspannen sich die Herzkammern. Der sinkende ventrikuläre Blutdruck führt zum Schließen der Taschenklappen. In dieser Phase füllen sich die Vorhöfe erneut mit Blut aus den Lungenvenen.
Gefäßerkrankungen
Atherosklerose
Atherosklerose bedeutet „Verhärtung der Arterien“. Sie entsteht vor allem durch die Ablagerung von Fett und Cholesterin an der Innenseite der Arterien, was den Innendurchmesser verringert und den Blutfluss blockiert.
Myokardinfarkt
Die Arteriosklerose kann jede Arterie im Körper betreffen. Besonders kritisch ist sie jedoch bei den Herzkranzgefäßen, da diese den Herzmuskel (Myokard) mit nährstoff- und sauerstoffreichem Blut versorgen.