Grundlagen des Metallsägens: Werkzeuge und Techniken

Eingeordnet in Technologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,48 KB

Grundlagen des Metallsägens

Das Sägen ist ein Verfahren zur Metallbearbeitung, bei dem ein Werkstück durch Materialabtrag in zwei oder mehr Teile geteilt wird.

Das Handsägen erfolgt durch die Hin- und Herbewegung der Säge. Die Wirksamkeit hängt vom Geschick des Bedieners und der Anzahl der ausgeführten Sägehübe pro Zeiteinheit ab.

Der Sägebogen

Der Sägebogen (auch Gestell genannt) dient als Halterung für das Sägeblatt. Er besteht aus einem starren, U-förmigen Rahmen. An dessen Enden befinden sich zwei Halterungen, zwischen denen das Sägeblatt eingespannt wird. Eine dieser Halterungen ist meist über eine Flügelmutter verstellbar, zudem ist ein Handgriff vorhanden.

Sägebögen können fest oder verstellbar sein. Letztere bieten den Vorteil, dass Sägeblätter unterschiedlicher Längen montiert werden können.

Das Sägeblatt

Das Sägeblatt ist ein dünner Streifen aus Kohlenstoffstahl, HS- oder HSS-Stahl. Es ist an einer oder beiden Kanten gezahnt und besitzt an den Enden Bohrungen zur Befestigung im Sägebogen.

  • Größe: Am gebräuchlichsten ist die 12-Zoll-Variante (ca. 300 mm).
  • Breite: Der Abstand zwischen den Kanten wird in Zoll oder Millimetern gemessen (häufig 1/2" bzw. 13 mm oder 5/8" bzw. 16 mm).
  • Dicke: Üblicherweise zwischen 0,65 mm und 0,90 mm.
  • Teilung (Zahnteilung): Der Abstand zwischen zwei Zahnspitzen. Je härter das Material ist, desto feiner muss die Teilung sein (mehr Zähne pro Zoll), um ein Einhaken zu verhindern. Man unterscheidet zwischen fein, mittel und grob.

Sägeblätter sind so konstruiert, dass die Zähne beim Schneiden nicht klemmen. Dies wird durch die Anordnung der Zähne (gewellt oder geschränkt) erreicht.

Sägedrähte (Saw Cords)

Diese bestehen aus tausenden Hartmetallpartikeln, die auf einen Träger aus legiertem Stahl aufgebracht sind. Der Materialabtrag erfolgt hierbei durch Abrieb. Sie werden vor allem für Kurvenschnitte in harten Materialien wie Stahl eingesetzt.

Eigenschaften:

Die Schneide wird nicht stumpf und bricht nicht. Da sie sowohl auf Stoß als auch auf Zug schneiden, erhöht sich die Schnittleistung. Sie sind praktisch unzerbrechlich, was das Unfallrisiko minimiert.

Vorbereitungen vor dem Sägen

Wählen Sie das passende Sägeblatt für die jeweilige Materialart und -dicke aus. Es sollten sich immer mindestens drei Zähne im Eingriff befinden, um ein Ausbrechen der Zähne zu vermeiden. Das Blatt muss sauber und in einwandfreiem Zustand sein. Bei der Montage im Bogen müssen die Zähne in Stoßrichtung (nach vorne) zeigen. Das Blatt muss fest genug gespannt sein, um Schwingungen und Vibrationen zu vermeiden.

Durchführung des Sägevorgangs

Achten Sie auf eine bequeme Körperhaltung während der Arbeit. Die Hubgeschwindigkeit sollte angepasst werden:

  • Harte Materialien: 30 bis 40 Hübe pro Minute.
  • Weiche Materialien: 50 bis 60 Hübe pro Minute.

Die Säge wird mit der rechten Hand am Griff geführt und mit der linken Hand am vorderen Ende des Bogens stabilisiert. Zu Beginn wird eine kleine Kerbe erzeugt, um die Säge sicher zu führen. Der Druck wird nur während der Vorwärtsbewegung ausgeübt. Je nach Material sollten Kühlmittel wie Emulsionen, Wasser oder Öl verwendet werden.

Verwandte Einträge: