Grundlagen der Meteorologie und Klimatologie
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Trockenheit
Trockenheit beschreibt eine Situation, in der die Verdunstung die Niederschlagsmenge übersteigt. Das Land verliert dabei mehr Wasser an die Atmosphäre, als es empfängt.
Mediterranes Klima
Ein gemäßigtes, trockenes Klima, das durch heiße, trockene Sommer und milde Winter gekennzeichnet ist. Niederschläge sind selten und treten vor allem im Frühjahr und Herbst auf. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen zwischen 16 und 18 °C, bei einer hohen Anzahl an Sonnenstunden.
Klima
Das Klima ist die statistische Zusammenfassung meteorologischer Parameter an einem bestimmten Ort über einen längeren Zeitraum (20–30 Jahre). Es variiert je nach geographischer Breite, Höhe und Kontinentalität.
Klimadiagramm
Grafische Darstellungen, die monatliche Mittelwerte von Temperatur und Niederschlag über 20 bis 30 Jahre zeigen. Sie dienen dazu, das Klima einer Region auf einfache Weise zu veranschaulichen.
Nachhaltige Entwicklung
Eine Aktivität, die menschliche Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Dabei werden Ökosysteme nur in einem Maße genutzt, das ihre Regenerationsfähigkeit nicht überschreitet.
Föhn-Effekt
Tritt auf der windabgewandten Seite von Gebirgen auf. Nachdem eine Luftmasse beim Aufstieg ihre Feuchtigkeit durch Niederschlag verloren hat, erwärmt sie sich beim Absinken. Dies führt zu Trockenheit am Boden.
Treibhauseffekt
Ein natürlicher Effekt, der die Durchschnittstemperatur der Erde bei etwa 15 °C hält. Gase wie CO2 und CH4 sind für sichtbare Sonnenstrahlung transparent, absorbieren jedoch die von der Erdoberfläche abgegebene Infrarotstrahlung, was zur Erwärmung beiträgt.
Wetterfronten
Kontaktzonen zwischen zwei Luftmassen unterschiedlicher Temperatur und Feuchtigkeit. Da sie sich nicht vermischen, steigt die wärmere Luftmasse auf, was zu Wolkenbildung und Niederschlag führt. Man unterscheidet Kalt-, Warm- und Okklusionsfronten.
Kaltlufttropfen
Ein Phänomen, das meist im Spätsommer auftritt, wenn kalte Luftmassen in der Höhe auf das warme Mittelmeer treffen. Dies führt zu intensiven Regenfällen, Hagel und Überschwemmungen.
Dürre
Eine anhaltende Abnahme der Niederschläge über einen längeren Zeitraum. Dies stellt ein Klimarisiko dar, das die landwirtschaftliche Produktion gefährdet, Hungersnöte auslösen kann und die Waldbrandgefahr erhöht.
Wolkenbildung und Niederschlag
Niederschlag entsteht, wenn Wasserdampf an Kondensationskeimen zu Tröpfchen kondensiert. Diese fallen als Regen, Schnee oder Schneeregen zu Boden. Tau und Frost entstehen durch Kondensation direkt auf Oberflächen. Die Wolkenbildung erfolgt auf drei Arten:
Thermische Wolkenbildung
Bei atmosphärischer Instabilität steigt warme, feuchte Luft auf und bildet Cumuluswolken. Starke Thermik lässt Wassertröpfchen kollidieren, bis sie so schwer werden, dass sie als Regen fallen.
Orographischer Aufstieg
Feuchte Luftmassen werden durch Gebirge zum Aufstieg gezwungen. Auf der Luv-Seite kommt es zu Niederschlag. Auf der Leeseite sinkt die Luft ab, erwärmt sich und wird trockener (Föhn-Effekt).
Frontale Wolkenbildung
Entsteht an der Kontaktzone zwischen zwei Luftmassen unterschiedlicher Temperatur. Die Kollision führt zu frontalen Stürmen und Niederschlägen.
Kaltfront
Eine kalte Luftmasse schiebt sich unter eine warme, was diese zum schnellen Aufstieg zwingt und Gewitter auslöst.
Warmfront
Eine warme Luftmasse gleitet langsam über eine kalte, was zu ausgedehnter Bewölkung und anhaltendem, leichtem Regen führt.
Okklusion
Entsteht, wenn eine Kaltfront eine Warmfront einholt und diese vom Boden abhebt.
Arten von Niederschlägen
- Regen: Bei sintflutartigen Regenfällen fallen über 200 l/m² in 24 Stunden.
- Schnee: Entsteht durch Eiskristalle in der Wolke, die bei niedrigen Temperaturen nicht schmelzen.
- Hagel: Entsteht in Sommergewittern, wenn Eiskristalle durch starke Aufwinde mehrfach in der Wolke auf- und absteigen und Eisschichten anlagern.