Grundlagen und Methoden der Musiktherapie
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Musiktherapie und musikalischer Ausdruck
Das Tempo ist ein Bestandteil des Lebens und die Grundlage jeder Bewegung. Bei Kindern sind zwei Aspekte wichtig: Auf der Wahrnehmungsebene sind es die Gefühle, die die Phantasie steuern, und auf der aktiven Ebene die Bewegungen, mit denen das Kind spielt. Durch Wahrnehmung, Ausführung und die Integration von Rhythmen baut das Kind sein eigenes Tempo auf. Musik kann Angst, Ruhe, Ärger oder Geheimnisse übersetzen und Erinnerungen wachrufen.
Die Aspekte der Musik
- Geschwindigkeit
- Intensität
- Akzentuierung
- Klangtextur
Praktische Anwendung
Auf praktischer Ebene finden wir zunächst die Klangexploration in der Gruppe, bei der der Moderator eine Technik vorgibt und deren Qualitäten aufzeigt.
Wir können Improvisationen in der Gruppe durchführen, sowohl rhythmisch als auch melodisch. Wir können auch einer vom Animator vorgegebenen Struktur folgen (z. B. einen Satz vorgeben, aus dem ein Lied entsteht).
Zudem gibt es den melodischen Dialog, die Cluster-Montage basierend auf einer melodischen Idee, die Verwendung von Kinderreimen oder die Umsetzung bereits bekannter Lieder. Schließlich kann die eindrucksvolle Kraft der Musik genutzt werden, um Erinnerungen zu wecken. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aktiver und passiver Musiktherapie.
Passive Musiktherapie
Bei der passiven Musiktherapie empfängt das Subjekt akustische Reize und verarbeitet diese intern (z. B. durch das Hören einer Melodie und das anschließende Zeichnen dazu).
Aktive Musiktherapie
Die aktive Musiktherapie, die der Schule von Rolando Benenzon (dem „Aucouturier der Musiktherapie“) entspricht, fokussiert auf die Erforschung von Klängen und die Suche nach einem System für die Einzel- und Gruppenarbeit auf Ebenen der Schöpfung und Kommunikation.
Ziele der Musiktherapie
- Erforschung des affektiven und emotionalen Universums: Worte finden, um Probleme und Ängste auszudrücken.
- Mobilisierung psychischer Kräfte: Förderung von Phantasie und Intelligenz.
- Reorganisation des inneren Lebens: Selbstakzeptanz, Akzeptanz anderer Menschen und der Realität.