Grundlagen der Motivationspsychologie: Hunger, Durst & Triebe

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Grundlagen der Motivationspsychologie

Bedürfnisse sind primäre Bedingungen, die unverzichtbar für Leben, Entwicklung und Wohlstand sind.

  • Psychologische Bedürfnisse: Angeborene organische Bedürfnisse, die eine Person erbt.
  • Erworbene Bedürfnisse: Spiegeln die individuellen Erfahrungen eines Menschen wider.

Das Sequenz-Modell: Bedürfnis-Trieb-Verhalten

  1. Sättigung
  2. Entwicklung physiologischer Deprivation
  3. Verlängerte Deprivation verursacht physiologisches Bedürfnis
  4. Bedarf intensiviert den Trieb
  5. Auftreten von motiviertem Verhalten zur Triebbefriedigung
  6. Vorkommen von consummatorym Verhalten
  7. Reduktion des Triebs

Homöostase und Regulation

Ein physiologisches Bedürfnis beschreibt einen biologischen Mangelzustand. Der Trieb ist die konsequente Demonstration dieses biologischen Notwendigkeitszustands.

Homöostase beschreibt die Tendenz des Körpers, einen stabilen inneren Zustand aufrechtzuerhalten. Ein negatives Feedback-System reagiert auf physiologische Störungen der Homöostase.

  • Intrinsische Mechanismen: Alle biologischen Systeme, die intern operieren.
  • Extrinsische Mechanismen: Kognitive, ökologische, soziale und kulturelle Einflüsse.

Schmerzregulation

Schmerz entsteht durch Gewebeschäden. Das periphere Nervensystem aktiviert A- und C-Fasern. Endorphine, die in Hypophyse und Hypothalamus bei Stress produziert werden, unterdrücken Schmerzempfindungen.

Physiologie des Durstes

Der menschliche Körper besteht zu etwa 75 % aus Wasser. Ein Volumenverlust von 2 % löst Durst aus. Wasser unterteilt sich in:

  • Intrazelluläres Wasser: Innerhalb der Zellen.
  • Extrazelluläres Wasser: Außerhalb der Zellen (Blutplasma und interstitielle Flüssigkeit).

Der Hypothalamus verarbeitet unwillkürliche Signale der Leber und erzeugt den psychologischen Zustand des Durstes, um die Wasseraufnahme zu steuern. Ein Sättigungsgefühl verhindert dabei eine Wasservergiftung.

Hunger und Nahrungsaufnahme

Hunger folgt nur teilweise einem Modell der „Depletion-Genesung“ (Erschöpfung und Wiederherstellung).

Modelle der physiologischen Regulation

  • Kurzfristig (Glycostatic-Hypothese): Hunger als Reaktion auf sinkende Energiewerte (Zuckermangel).
  • Langfristig (Lipostat-Modell): Regulierung der gespeicherten Fettmasse.

Umwelteinflüsse und Verhalten

Umweltfaktoren beeinflussen unser Ess- und Trinkverhalten maßgeblich, etwa durch soziale Gruppen oder die Verfügbarkeit von Lebensmitteln. Auch geschmackliche Anreize können dazu führen, dass wir über den biologischen Bedarf hinaus konsumieren.

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