Grundlagen der Musik: Notenlehre und Instrumentenkunde
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Grundlagen der Musiknotation
Die Griechen prägten den Begriff der Musik. Sie bezogen sich auf die Musen, jene mythologischen Wesen, die als Weise galten und die Gedanken inspirierten. Man sagte, Musik sei der Anfang der Weisheit. Die Notenschrift ist eine grafische Darstellung des Klangs. Buchstaben sind Zeichen, die eine Tonhöhe repräsentieren. Hilfslinien und das Notensystem dienen dazu, Klänge darzustellen, die aufgrund ihrer Höhe oder Tiefe außerhalb der Linien liegen. Eine Tonleiter ist eine Reihe aufeinanderfolgender Töne. Aufsteigend bedeutet, dass die Tonhöhe zunimmt, absteigend ist das Gegenteil. Das Notensystem besteht aus fünf Linien und vier Zwischenräumen, in denen die Musik geschrieben wird. Ein Notenschlüssel am Anfang jeder Zeile ist ein Symbol, das den Namen und den Ort der Noten festlegt. Die drei wichtigsten Schlüssel sind: G-Schlüssel, F-Schlüssel und C-Schlüssel.
Notenwerte und Rhythmuslehre
Notenwerte stellen die Dauer des Klangs dar. Ein Klang wird nicht nur durch Töne, sondern auch durch Pausen (Stille) definiert. Die Pausenwerte entsprechen der Dauer der jeweiligen Notenwerte.
| Name | Abbildung (Wert) | Pausenwert | Gleichwertigkeit |
|---|---|---|---|
| Ganze Note (Runde) | 1 | Ganze Pause | 4 Viertel |
| Halbe Note (Weiße) | 2 | Halbe Pause | 2 Viertel |
| Viertelnote (Schwarze) | 4 | Viertelpause | 1 Viertel |
| Achtelnote (Kortxea) | 8 | Achtelpause | 1/2 Viertel |
| Sechzehntelnote (Kortxeaerdia) | 16 | Sechzehntelpause | 1/4 Viertel |
Taktarten und Metrik
In der Musik wird die Zeit je nach Akzent in gleiche Teile unterteilt, die man Takte nennt. Ein Taktstrich dient als Trenner. Das Ende eines Stücks wird durch einen Doppelstrich markiert. Die Wiederholung eines Teils wird durch zwei Punkte am Taktstrich angegeben.
- 2/4-Takt: Besteht aus zwei Teilen oder Schlägen. Er enthält den Wert von zwei Viertelnoten oder entsprechenden Pausen.
- 3/4-Takt: Besteht aus drei Teilen. Jeder Teil beinhaltet den Wert einer Viertelnote oder einer entsprechenden Pause.
- 4/4-Takt: Besteht aus vier Teilen. Er enthält den Wert von vier Viertelnoten oder entsprechenden Pausen.
Die menschliche Stimme
Klassifizierung der Stimmen
Seit dem 19. Jahrhundert werden die menschlichen Gesangsstimmen in sechs Typen unterteilt: drei männliche und drei weibliche. Die meisten Stimmen sind nicht professionell ausgebildet. Kinderstimmen und Frauenstimmen ähneln sich in ihrer Klangfarbe und Höhe.
Holzblasinstrumente
Die Blockflöte (Schnabelflöte)
Die Blockflöte (auch Schnabelflöte oder Mokoduna genannt) ist eines der ältesten Blasinstrumente. Sie war in der Renaissance und im Barock sehr verbreitet. Später schwand das Interesse der Komponisten an dieser Art von Flötenmusik, bis sie im 20. Jahrhundert wieder in Mode kam. Heute schreiben zeitgenössische Musiker wieder Werke für dieses Instrument. Die Blockflöte ist zudem ein sehr beliebtes Instrument in der musikalischen Ausbildung.
Systematik der Blasinstrumente
Aerophone (Blasinstrumente) erzeugen Klang durch Luftschwingung. Sie werden in zwei Gruppen unterteilt: Holzbläser und Blechbläser. Zu den Holzbläsern zählen Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott, während Trompete, Posaune und Tuba zu den Blechbläsern gehören.
Einzelne Instrumente im Überblick
- Flöte: Eines der ältesten vom Menschen erfundenen Instrumente, ursprünglich aus Schilfrohr gefertigt.
- Panflöte: Dieses Instrument leitet seinen Namen aus der griechischen Mythologie vom Gott Pan ab. Sie besteht aus einer Gruppe verbundener Röhren und ist typisch für die Volksmusik der Inkas.
- Querflöte: Wie andere Holzblasinstrumente gehört sie zu dieser Gruppe, auch wenn sie heute meist aus Metall gefertigt ist. Sie wird seitlich angeblasen.
- Saxophon: Ein Instrument aus Kupfer oder Messing. Es wurde 1846 von Adolphe Sax erfunden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist es ein traditionelles Instrument in Orchestern und Jazz-Bands. Es gibt verschiedene Größen und Stimmlagen.
- Oboe: Ihr Klang ist ausdrucksstark und tragend.
- Fagott und Kontrafagott: Das Fagott hat einen tiefen Klang. Das Kontrafagott ist ihm ähnlich, klingt aber eine Oktave tiefer.
- Klarinette: Der Klang ist hoch und geschmeidig. Mozart war im Jahr 1770 fasziniert vom Klang der Klarinette.
- Piccolo: Eine kleine Flöte mit sehr hoher Stimmlage. Sie besteht aus zwei Teilen und kann aus Metall oder Holz gefertigt sein.
Musikalische Genres
- Volksmusik: Wird mündlich von Generation zu Generation weitergegeben und hat ihren Ursprung in der Tradition des Volkes.
- Moderne Popularmusik: Entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Stile wie Pop und Rock wären ohne Erfindungen wie das Grammophon oder moderne Abspielgeräte nicht möglich gewesen.
- Klassische Musik (Kunstmusik): Diese Musik ist komplexer und wird durch die musikalische Schriftsprache über Jahrhunderte bewahrt. Früher wurde sie in privaten Gemächern gehört, heute in Konzertsälen.
- Religiöse Musik: Dient der Verehrung Gottes und dem Gottesdienst. Komponisten aller Epochen haben Werke für diesen Bereich geschrieben.