Grundlagen der Oracle-Datenbankverwaltung
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Speichergeschwindigkeit
- RAM: ~ 10⁻⁹ Sekunden
- Festplatte: ~ 10⁻³ Sekunden
RMAN-Backup-Funktionen
RMAN dient der Verwaltung von Backups und der Wiederherstellung von Datendateien, Archiv-Logs und Control-Dateien. Zudem kann es für die vollständige oder teilweise Wiederherstellung einer Datenbank verwendet werden.
Berechtigungen: GRANT und REVOKE
Ein System-Privileg erlaubt einem Benutzer, bestimmte Maßnahmen in der Datenbank auszuführen (z. B. Erstellen eines Tablespaces). Objekt-Privilegien ermöglichen dem Benutzer den Zugriff auf und die Bearbeitung von Objekten.
Weitere Informationen zu Berechtigungen finden Sie in folgenden Ansichten:
- DBA_SYS_PRIVS
- SESSION_PRIVS
- DBA_TAB_PRIVS
- DBA_COL_PRIVS
Datenbank-Views
Eine View ist eine logische (nicht physische) Tabelle, die auf anderen Tabellen oder Views basiert. Sie fungiert als Fenster, um Daten anzuzeigen oder zu ändern, enthält jedoch selbst keine Daten. Die zugrunde liegenden Tabellen werden als Basistabellen bezeichnet.
Nutzen von Views
- Einschränkung des Datenbankzugriffs auf bestimmte Datenbereiche.
- Vereinfachung komplexer Abfragen durch Kapselung.
- Bereitstellung von Datenunabhängigkeit.
- Anpassung der Datensicht für verschiedene Benutzergruppen.
Oracle-Architektur und ACID-Eigenschaften
Eine Datenbank ist ein System zur organisierten Speicherung großer Datenmengen. Ein RDBMS (Relational Data Base Management System) muss folgende Dienste bieten:
- Daten lesen und schreiben (SQL).
- Datensicherheit gewährleisten.
- Integrität sicherstellen (PK, FK, CHECK, UK).
- Schneller Zugriff und Verfügbarkeit.
- Backup und Recovery.
- Skalierbarkeit und Datenunabhängigkeit.
- Transaktionsmanagement.
Instanz
Eine Oracle-Instanz besteht aus Prozessen und Shared-Memory-Bereichen, die für den Zugriff auf die Datenbank notwendig sind.
Control File
Eine kleine Binärdatei, die den Echtzeit-Status der physischen Datenbank definiert und für den Start (Mount) sowie den Betrieb der Datenbank zwingend erforderlich ist.
Datafile
Die physische Repräsentation eines Tablespaces, in der die Daten gespeichert sind.
ACID-Eigenschaften
- Atomarität: Eine Transaktion wird entweder vollständig oder gar nicht ausgeführt.
- Konsistenz: Die Datenbank wechselt von einem konsistenten Zustand in den nächsten.
- Isolation: Transaktionen stören sich nicht gegenseitig.
- Dauerhaftigkeit: Änderungen bleiben nach Abschluss der Transaktion dauerhaft gespeichert.
Undo Tablespace und Rollback-Segmente
Ein Undo-Segment speichert alte Werte, um Änderungen rückgängig machen zu können.
Tablespace-Typen
- SYSTEM: Wird mit der Datenbank erstellt, enthält das Data Dictionary und ist zwingend erforderlich.
- Non-SYSTEM: Bietet Flexibilität, Trennung von Daten und optimierte Wartung.
Parameter-Dateien
Die Datei INIT.ORA enthält Initialisierungsparameter für den Start der Instanz. Die SPFile ist eine persistente, binäre Parameter-Datei, die über Oracle-Befehle verwaltet wird.
Shutdown- und Startup-Typen
Shutdown-Optionen: Normal (wartet auf Benutzer), Immediate (beendet Transaktionen sofort), Abort (abrupter Abbruch).
Manuelle Datenbankerstellung
- Instanznamen (SID) festlegen.
- Umgebungsvariable ORACLE_SID setzen.
- Parameterdatei (init.ora) erstellen.
- Verzeichnisstruktur definieren.
- Passwortdatei erstellen.
- Instanz im Modus nomount starten.
- CREATE DATABASE Befehl ausführen.
- Skripte catalog.sql und catproc.sql ausführen.
Speicherparameter (STORAGE)
Objekte definieren ihren Speicherbedarf über die STORAGE-Klausel:
- Initial: Größe der ersten Erweiterung.
- Next: Größe der nächsten Erweiterung.
- PCTINCREASE: Wachstumsrate für weitere Erweiterungen.
- MINEXTENTS / MAXEXTENTS: Anzahl der Erweiterungen.