Grundlagen und Parameter des MIG/MAG-Schweißens

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Schweißparameter

Beim MIG/MAG-Schweißen ist die Wahl der Strompolarität entscheidend. Die Verwendung von Gleichstrom mit der Elektrode am Pluspol sorgt für einen stabilen Lichtbogen. Die Einstellung von Drahtdurchmesser, Spannung und Drahtvorschubgeschwindigkeit muss präzise auf die Materialdicke abgestimmt werden. Das Schutzgas beeinflusst maßgeblich die Form der Schweißnaht, die Einbrandtiefe, das Aussehen und die Spritzerbildung.

Komponenten einer MIG/MAG-Anlage

  • Energiequelle: Besteht aus einem Transformator und einem Gleichrichter.
  • Drahtvorschubeinheit: Besteht aus einer Drahtrolle mit Bremse, einem Motor und zwei Rollen, von denen eine den Draht führt und die andere ihn antreibt.
  • Schutzgaskreislauf: Besteht aus der Gasflasche, einem Druckminderer mit Durchflussmesser und einem Magnetventil zur Regelung des Gasstroms.
  • Schweißpistole: Ausgestattet mit einem Schalter und zwei Düsen: eine äußere für das Schutzgas und eine innere für den elektrischen Kontakt des Drahtes.
  • Schlauchpaket: Verbindet die Schweißpistole mit der Maschine und leitet Strom, Draht und Gas.
  • Regel- und Steuerelemente: An der Vorderseite befinden sich Regler für Spannung, Drahtvorschub und Schweißzeit.

Vorteile des Verfahrens

  • Gute Festigkeitswerte
  • Einfache Anwendung in allen Positionen
  • Hohe Schweißgeschwindigkeit
  • Geringe thermische Belastung und reduzierte Verformung

Hintergrund und Verfahren

Das Lichtbogenschweißen mit Gleichstrom erzeugt einen Lichtbogen zwischen einer Endloselektrode und dem Werkstück. Das Schmelzbad wird durch ein Schutzgas vor Sauerstoff und Stickstoff geschützt, um Porosität zu vermeiden. Man unterscheidet zwischen MIG (Inertgas) und MAG (Aktivgas).

Verbrauchsmaterialien

Der Schweißzusatzwerkstoff muss dem Grundmaterial entsprechen und passend zum Drahtdurchmesser gewählt werden. Als Schutzgase werden häufig Mischungen aus Argon und Kohlendioxid verwendet, die durch Farbcodes gekennzeichnet sind.

Punktschweißen

Dieses Verfahren wird häufig im Karosseriebau eingesetzt. Dabei werden zwei Bleche verbunden, wobei das obere Blech vorgebohrt ist und durch das Loch hindurch mit dem unteren Blech verschweißt wird.

Arbeitsempfehlungen

  • Wahl der richtigen Verbrauchsmaterialien und Regelparameter.
  • Die Schweißpistole muss korrekt positioniert sein, um das Schmelzbad optimal mit Gas zu schützen.
  • Die bevorzugte Schweißrichtung ist von rechts nach links.
  • Eine lineare Führung der Pistole ist anzustreben.
  • Das Schlauchpaket sollte nicht geknickt werden, um den Drahtvorschub nicht zu behindern.

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