Grundlagen des Periodensystems und Atomstruktur
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Das Periodensystem der Elemente
Dmitri Mendelejew stellte fest, dass sich die chemischen Eigenschaften der Elemente nicht beliebig variieren, sondern systematisch mit der Atommasse verändern.
Hauptvorzüge des Periodensystems
- Das Periodensystem ermöglichte den Nachweis chemischer Eigenschaften der Elemente.
- Es hat absolute Priorität in der Chemie.
- Bei Unstimmigkeiten in den Eigenschaften wurden gezielt Lücken in der Tabelle gelassen.
- Die Atommassen und Eigenschaften noch unentdeckter Elemente wurden präzise vorhergesagt.
Moseley bestimmte später die Wellenlängen der Röntgenstrahlen der verschiedenen Elemente.
Verschiedene Ebenen der Elektronenstruktur
- Niveau (Hauptquantenzahl n): Elektronen mit der gleichen Hauptquantenzahl gehören zum selben Energieniveau.
- Unterniveau: Jedes Niveau besitzt Unterstufen, in denen Elektronen neben der Hauptquantenzahl auch die gleiche sekundäre Quantenzahl teilen.
- Orbital: Elektronen mit gleichen primären, sekundären und magnetischen Quantenzahlen gehören zum selben Orbital.
Pauli-Prinzip
In einem einzigen Atom können nicht zwei Elektronen in allen vier Quantenzahlen übereinstimmen. Ein Orbital kann maximal zwei Elektronen aufnehmen.
Hundsche Regel
Elektronen werden einzeln in die Orbitale eines Unterniveaus gefüllt, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.
Aufbauprinzip
Elektronen besetzen in einem Atom stets die Orbitale mit der niedrigsten Energie.
Madelung-Regel
Die Energie eines Orbitals hängt von den drei Quantenzahlen n, l und m ab.
Organisation der Tabelle
- Periode: Besteht aus allen Elementen, deren oberstes Energieniveau gleich ist.
- Gruppe: Integriert Elemente mit einer ähnlichen Elektronenkonfiguration im höchsten Energieniveau.
Standard-Elemente (s- und p-Orbitale)
- ns¹: Alkalimetalle
- ns² np⁵: Halogene
- ns² np⁴: Chalkogene
- ns² np³: Stickstoffgruppe (Pniktogene)
- ns² np²: Kohlenstoffgruppe
- ns² np¹: Borgruppe
Übergangselemente
- Übergangsmetalle: ns² (n-1) dˣ
- Innere Übergangsmetalle: ns² (n-2) fˣ
Periodische Eigenschaften
- Atomradius: Die Hälfte des Abstands zwischen den Kernen zweier identischer Atome.
- Ionenradius: Der Abstand zwischen einem positiven und einem negativen Ion in einem Ionengitter (Summe der Radien).
- Ionisierungsenergie: Die Energie, die benötigt wird, um ein Elektron von einem Atom im gasförmigen Zustand zu entfernen.
- Elektronenaffinität: Die Energie, die frei wird oder benötigt wird, wenn ein Atom im gasförmigen Zustand ein Elektron einfängt, um ein negatives Ion zu bilden.
- Elektronegativität: Ein Maß für die Fähigkeit eines Atoms, die Bindungselektronen in einer chemischen Bindung anzuziehen.