Grundlagen der Pharmakokinetik und Verabreichungswege

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Routen der Arzneimittelverabreichung

Die drei am häufigsten gemeldeten Routen der Verabreichung von Drogen sind:

  • Parenteral: Injektionen und Inhalation (z. B. Heroin).
  • Nasal: Über die Schleimhäute (z. B. Kokain und Stimulanzien).
  • Oral/Inhalation: Rauchen (Haschisch), orale Einnahme (Alkohol, synthetische Drogen), Saugen (Kokain) oder Inhalation (Klebstoffe).

Klassifizierung der Verabreichungswege

Die Verabreichung von Arzneimitteln kann in vier Gruppen unterteilt werden, je nachdem, wo das Medikament deponiert wird:

  • Enteral: Über den Verdauungstrakt.
  • Parenteral: Außerhalb des Verdauungstraktes.
  • Inhalation: Über die Atemwege.
  • Topisch: Auf der externen Körperoberfläche.

Untergliederungen

  • Enteral: Oral, sublingual, rektal.
  • Parenteral: Subkutan, intramuskulär, intravenös, intrathekal, epidural, intraventrikulär, intraarteriell, intraperitoneal.
  • Topisch: Schleimhaut, Haut, Hornhaut (Auge).

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik beschreibt den Prozess, wie der Körper Drogen absorbiert, metabolisiert und ausscheidet.

Absorption

Die Absorption ist der Zugang des Medikaments in den Blutkreislauf. Der wichtigste Mechanismus ist die passive Diffusion. Sie hängt ab von: der Art der Verabreichung, der Löslichkeit des Wirkstoffs, örtlichen Bedingungen, dem pH-Wert am Verabreichungsort, der Dosis sowie der Beschichtung bei oralen Medikamenten.

Verteilung

Die Verteilung ist die Übertragung des Medikaments zu den Orten der Wirkung, Metabolisierung und Ausscheidung. Sie hängt von der Durchblutung der Zielorte und der Bindung an Plasmaproteine ab.

Biotransformation und Ausscheidung

Biotransformation: Medikamente werden in der Leber metabolisiert, wobei sie in der Regel in weniger aktive und leichter ausscheidbare Produkte umgewandelt werden. Faktoren, die diese Enzyme unterdrücken, können zu einer Anreicherung toxischer Mengen führen.

Ausscheidung: Die Clearance erfolgt über verschiedene Wege. Gasförmige Stoffe werden über die Lungen ausgeschieden, während die meisten Drogen und ihre Derivate über die Nieren in den Urin gelangen.

Spezifische Verabreichungswege

  • Oral: Häufige Form für Medikamente und Halluzinogene.
  • Sublingual: Resorption über die Mundschleimhaut. Da der venöse Abfluss direkt in die Vena cava superior erfolgt, umgeht das Medikament den First-Pass-Effekt.
  • Topisch: Anwendung auf der Körperoberfläche zur Erzielung lokaler oder systemischer Wirkungen.
  • Subkutan: Nützlich für unlösliche Suspensionen und feste Implantate mit nachhaltiger Wirkung. Die Absorption ist langsamer als bei intramuskulärer, aber schneller als bei oraler Verabreichung.

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