Grundlagen der Produktion: Prozesse und Strategien

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Die Produktionsfunktion

Die Produktionsfunktion dient dazu, Waren und Dienstleistungen bereitzustellen, die den Bedürfnissen der Verbraucher gerecht werden. Dies erfolgt durch die Umwandlung von Rohstoffen und Inputs in fertige Produkte oder Dienstleistungen.

  • Diese Funktion charakterisiert industrielle und kommerzielle Unternehmen im Gegensatz zu reinen Handelsunternehmen.
  • Produktion ist die Bereitstellung von Waren zur Befriedigung von Nutzerbedürfnissen durch die Umwandlung von Inputs (Rohstoffe, Materialien, Arbeit, Energie) in spezifische Elemente: Satisfier.

Produktionsarten

  • 1. Artisanal (Handwerk): Hersteller von exklusiven Schmuckstücken, Kunst oder Luxusautos. Hohe Zufriedenheit, da der Arbeiter das gesamte Werk überblickt.
  • 2. Massenproduktion: Prozesse in Serie mit einem hohen Grad an Mechanisierung. Mensch und Maschine werden kombiniert, um effiziente Ergebnisse zu erzielen. Die Arbeitszufriedenheit ist oft geringer, da der Arbeiter ein Rädchen im Prozess ist.
  • 3. Herstellungsprozess: Eine Kombination aus Automatisierung, Technologie und menschlicher Arbeit. Die Arbeit ist kreativer und motivierender als in der Massenproduktion, erreicht jedoch nicht das Niveau des Handwerks.

Funktion und Aufgaben der Produktion

  • 1. Technisches Design: Entwicklung der Produkte. Zuvor müssen die technischen Merkmale durch die Marketing-Funktion definiert werden.
  • 2. Verfahrenstechnik:
    • Bestimmung des Produktionsprozesses: Festlegung der Reihenfolge der Operationen.
    • Auswahl der notwendigen Maschinen und Geräte.
  • 3. Verteilung der Anlagen: Maschinen müssen so platziert werden, dass der Prozessablauf optimiert wird und kostspielige Rückschläge vermieden werden.

Grundsätze der Anlagenverteilung

  • Integration: Eingänge, Arbeit und Anlagen sind im Raum konzentriert, um den Fluss nicht zu behindern.
  • Hub (Bewegung): Die Verdrängung von Arbeitern und Materialien wird auf ein Minimum reduziert, um Kreuzungen zu vermeiden.
  • Cubic Space: Nutzung von variabler Höhe und Volumen zur optimalen Raumausnutzung (z. B. Prozesse im freien Fall).

Grundsätze der Fertigungslinien

  • Ausgewogene Linie: Arbeitsplätze sind in einer sequentiellen Linie angeordnet. Die Linie muss ausgeglichen sein, um Staus oder Engpässe zu vermeiden.
  • Fixed Position: Bei dieser Verteilung bewegt sich das Material nicht; die Werkzeuge und Betreiber bewegen sich um das zu bearbeitende Objekt.

Planung, Steuerung und Qualität

  • Produktionsplanung und -steuerung: Ein kontinuierlicher Prozess zur rationellen Lieferung von Aufträgen (Programmierung) und Überprüfung der Einhaltung (Kontrolle) mittels Techniken wie PERT oder Gantt-Diagrammen.
  • Qualitätskontrolle: Angewandt auf das Endprodukt und die Prozessschritte. Qualität bedeutet hier die Einhaltung der technischen Spezifikationen.

Produktionstopologie

Die Produktion wird nach Nachfrage und Spezifikationen eingeteilt:

  • 1. Spezifikationsbasiert: Variabel oder gemischt.
  • 2. Nachfrageorientiert:
    • Blinkend: Anpassung an Nachfragezyklen.
    • Kontinuierlich: Berücksichtigung saisonaler Schwankungen.
    • Ein Stück: Maximale Produktion je nach Kapazität.

Auswahl und Erneuerung der Ausrüstung

Technischer Fortschritt und Verschleiß erfordern eine regelmäßige Erneuerung der Anlagen. Vor der Investition müssen Faktoren wie Lebensdauer, Wartungskosten und Lieferantenoptionen sorgfältig geprüft werden.

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