Grundlagen der Psycholinguistik: Spracherwerb und Struktur
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Psycholinguistik
- Verstehen und Erklären der erstaunlichen Fähigkeit von Kindern, die Sprache ihrer Eltern zu erlernen und zu verstehen.
- Kinder werden mit einer universellen Grammatik geboren.
- Chomsky argumentiert, dass Kinder eine angeborene Sprachfähigkeit besitzen. Der Spracherwerb tritt bei Kontakt mit sprachlichen Erfahrungen ein und ist kein Lernprozess, der von intellektuellen Problemlösungsfähigkeiten abhängt.
- Spracherwerb erfolgt durch den Kontakt mit sprachlichen Erfahrungen.
- Ein Parameter wird aktiviert, wenn das Kind die Sprache, mit der es in Kontakt kommt, spricht und versteht.
- Alle Kinder durchlaufen unabhängig von ihrer Sprache und ihren sozialen Verhältnissen die gleichen Phasen des Spracherwerbs.
- Die „Mutter-Sprache“ (Ammensprache) dient als Stilhandbuch für Eltern, um ihre Kinder zum Sprechen zu animieren, und zeichnet sich durch grammatikalische Einfachheit aus.
Sprachliche Analyse und Pragmatik
Die syntaktische Analyse untersucht die Beziehung zwischen verschiedenen Symbolen oder Zeichen der Sprache. Die Pragmatik ist die Disziplin, die untersucht, wie Zeichen in bestimmten Kontexten oder Umständen verwendet werden.
Die verwendete Sprache spiegelt eine Art des Verständnisses von Wirklichkeit, Zeit und Raum wider. Das Kind lernt dies im Einklang mit seinem soziokulturellen und wirtschaftlichen Umfeld. Sprache hat eine doppelte Funktion: Sie ermöglicht Kommunikation und dient als Vermittlung sowie Bestimmung des Verhaltens des Kindes und anderer. So drückt das Kind Gedanken aus und regelt soziokulturelle Beziehungen.
Sprache als Instinkt
- Das Untersuchungsobjekt der Psycholinguistik ist die Sprache.
- Sprache ist ein Instinkt und ein Impuls unserer Natur, begrenzt durch die Kombination von Gehirn und Geist.
- Sprache ist dem Menschen angeboren.
- Ein einjähriges Kind beherrscht etwa 5 Wörter.
Aphasie: Sprachstörungen
Aphasie ist eine Sprachstörung, die als Folge von Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata oder Hirntumoren auftritt.
- Expressive Aphasie (Broca-Aphasie): Betrifft die motorische Sprachproduktion.
- Rezeptive Aphasie (sensorische Aphasie): Wirkt sich auf die Interpretation von Sprache, das Gedächtnis und das Verständnis von gesprochener oder geschriebener Sprache aus.
Der Geist und das Gehirn bilden ein einzigartiges biologisches System, in dem physiologische und mentale Eigenschaften die Sprache fördern. Spezifische Hirnareale steuern das Sprachverständnis und den Ausdruck.
Der Signifikant und das Signifikat
Sprachliche Zeichen lassen sich in zwei Ebenen unterteilen:
- Signifikant: Das physische Bild in unserem Geist einer bestimmten Zeichenfolge von Klängen (z. B. das Wort „Stift“).
- Signifikat: Der Begriff oder das Bild in unserem Kopf, das wir mit einem bestimmten Signifikanten assoziieren.
Signifikant und Signifikat sind untrennbare Aspekte eines Zeichens, wie die zwei Seiten einer Medaille.
Morpheme, Lexeme und Phoneme
- Morphem: Die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache. Beispiel: „Neffen“ besteht aus vier Morphemen (Neff-e-n-s).
- Lexem: Die Essenz des Wortes und die wichtigste Bedeutungseinheit (oft als Wortstamm bezeichnet).
- Phonem: Die kleinste phonologische Einheit, die einen bedeutungsunterscheidenden Charakter hat (z. B. /s/ vs. /m/ in „Bett“ vs. „Heim“).
Definition der Psycholinguistik
- Teilbereich der Psychologie, der die Prozesse des Erwerbs und der Ausbildung der psychischen Struktur der Sprache untersucht.
- Wissenschaft, die den Spracherwerb unter Berücksichtigung der psychologischen Aspekte des Menschseins erforscht.
- Disziplin, die Einblicke in die Systeme des Spracherwerbs und der Entwicklung unter Berücksichtigung der individuellen Psyche gibt.