Grundlagen der Psychologie und Lerntheorien im Überblick

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1. Psychologie: Definition und Grundlagen

Die Psychologie ist die Wissenschaft, die das Verhalten und die Tätigkeit von Organismen sowie die zugrunde liegenden internen Mechanismen untersucht.

a) Grundlagen der Psychologie

Ein Teilbereich der Psychologie befasst sich mit dem Studium grundlegender psychologischer Prozesse, wie:

  • Wahrnehmung
  • Aufmerksamkeit
  • Gefühle und Emotionen

b) Angewandte Psychologie

Die angewandte Psychologie nutzt Erkenntnisse der Grundlagenforschung, um spezifische menschliche Probleme zu lösen.

1.3 Entwicklungspsychologie

Die Entwicklungspsychologie untersucht die menschliche Entwicklung über verschiedene Lebensphasen hinweg (Jugend, Reife).

Schwerpunkte

  • Biosoziales: Physische Entwicklung und soziale Auswirkungen.
  • Kognition: Mentale Prozesse, Denken, Lernen und Kommunikation.
  • Psychosoziales: Gefühle, Persönlichkeitsmerkmale und zwischenmenschliche Beziehungen.

Kontexte und Kontroversen

Die Entwicklung wird durch historische und sozioökonomische Kontexte beeinflusst. Zentrale Kontroversen sind:

  1. Anlage vs. Umwelt: (z. B. bei der Entstehung von Homosexualität).
  2. Kontinuität vs. Diskontinuität.
  3. Reversibilität vs. Irreversibilität: Inwieweit beeinflussen Lebenserfahrungen das weitere Leben?

Thema 2: Große psychologische Lerntheorien

2.1 Konzept und zeitgenössische Theorien

Lernen wird definiert als eine dauerhafte Veränderung im Verhalten als Folge von Erfahrung und Praxis.

2.2 Zeitgenössische Lerntheorien

  • Behaviorismus: Theorien der Reiz-Reaktions-Verbindung (klassische und operante Konditionierung).
  • Beobachtungslernen: Lernen durch die Beobachtung eines Modells.

Klassische Konditionierung

Basierend auf Pawlows Experimenten mit Hunden: Durch die zeitliche Kopplung eines neutralen Reizes (Glocke) mit einem unbedingten Reiz (Futter) löst der neutrale Reiz schließlich eine konditionierte Reaktion (Speichelfluss) aus.

Grundelemente der klassischen Konditionierung

  • EI (Unbedingter Reiz): Löst automatisch eine Reaktion aus (z. B. Futter).
  • RI (Unbedingte Reaktion): Automatische Körperantwort (z. B. Speichelfluss).
  • EN (Neutraler Reiz): Löst keine spezifische Reaktion aus (z. B. Glocke).
  • EC (Konditionierter Reiz): Ehemaliger neutraler Reiz, der nach Assoziation eine Reaktion auslöst.
  • RC (Konditionierte Reaktion): Erlernte Antwort auf den konditionierten Reiz.

Operante Konditionierung

a) Hintergrund

Thorndike legte mit dem Gesetz des Effekts die Grundlagen: Verhalten, das positive Konsequenzen nach sich zieht, wird verstärkt.

b) Skinner und die operante Konditionierung

Skinner unterschied zwei Arten von Verhalten:

  • Respondentes Verhalten: Reaktion auf bekannte Reize.
  • Operantes Verhalten: Verhalten ohne direkt erkennbare Reize.

In der Skinner-Box lernte ein Tier durch positive Verstärkung (Futter), einen Hebel zu betätigen.

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