Grundlagen der Röntgentechnik und Filmentwicklung
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Grundlagen der Röntgenprojektion
Das Röntgenbild entsteht durch Schattenwurf und folgt den Gesetzen der Projektion sichtbaren Lichts. Eine präzise Darstellung eines Objekts erfordert Aufnahmen in zwei Ebenen. Es gibt zwei grundlegende Arten der Projektion:
Parallelprojektion
Hierbei ist die Projektionsebene parallel zur Achse des Objekts ausgerichtet, während der Zentralstrahl senkrecht auf diese trifft. Dies ist die ideale Methode, um Verzerrungen zu minimieren. Da die Strahlen tangential zu den Rändern verlaufen, entsteht eine natürliche Vergrößerung. Um diese zu reduzieren, wird in der Zahnheilkunde die Technik des langen Kegels (Paralleltechnik) verwendet, bei der ein Filmhalter den Film parallel zur Zahnachse positioniert.
Winkelhalbierendentechnik
Wenn die anatomischen Gegebenheiten (z. B. ein flaches Gewölbe) die Paralleltechnik nicht zulassen, wird der Film in einem Winkel zwischen Zahnachse und Filmebene platziert. Nach der Regel von Cieszynski wird der Zentralstrahl senkrecht auf die Winkelhalbierende zwischen Zahnachse und Filmebene gerichtet. Dies erzeugt ein isometrisches, aber nicht isomorphes Bild, da vertikale Verzerrungen auftreten können.
Einflussfaktoren auf die Bildqualität
Alle Projektionen weisen einen gewissen Grad an Verzerrung auf, da das Objekt (z. B. Knochengewebe) einen Abstand zur Projektionsebene hat. Zudem führt die konische Emission der Photonen zu einer stärkeren Verzerrung, je größer der Abstand zwischen Objektachse und Filmebene ist.
Röntgenfilmentwicklung
Nach der Belichtung enthält der Film ein latentes Bild. Um dieses sichtbar zu machen, muss der Film in einer Dunkelkammer entwickelt werden.
Anforderungen an die Dunkelkammer
- Lichtschutz: Schutz vor sichtbarem Licht durch Labyrinthe oder Doppeltüren. Wände sollten in matten, dunklen Farben gehalten sein.
- Beleuchtung: Ein duales System aus weißem Licht für die Vorbereitung und einem speziellen Rotfilter-Licht für den Entwicklungsprozess, das den Film für mindestens eine Minute nicht beeinträchtigt.
- Bereiche: Unterteilung in einen chemischen Bereich (Vorbereitung, Haken, Beschriftung) und einen Nassbereich (Entwickler- und Fixierbäder).
Verfahren der Filmentwicklung
Manuelle Entwicklung
Der Film wird manuell in Entwicklerlösung, Wasserbad und Fixierlösung getaucht. Die Temperaturkontrolle ist entscheidend für die Qualität. Die Entwicklerlösung wandelt die belichteten Silberkristalle in metallisches Silber um, während die Fixierlösung die unbelichteten Kristalle entfernt.
- Vorteile: Wirtschaftlich, unabhängig von komplexer Technik.
- Nachteile: Langsam, erfordert eine Dunkelkammer.
Automatische Entwicklung
Hierbei transportieren Rollensysteme den Film durch die Bäder und eine Trockenkammer. Der Prozess ist standardisiert und liefert in ca. 5,5 Minuten einen trockenen Film.
- Vorteile: Schnell, keine Dunkelkammer erforderlich, standardisierte Ergebnisse.
- Nachteile: Teurer, höherer Chemikalienverbrauch, geringere Archivierungsdauer.
Visuelle manuelle Entwicklung
Hierbei entscheidet der Bediener durch Sichtprüfung, wann der Film ausreichend geschwärzt ist. Dieses Verfahren ist aufgrund der subjektiven Wahrnehmung und mangelnden Standardisierung nicht empfehlenswert.