Grundlagen der Semiotik und Sprachvarietäten
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Grundlagen der Semiotik und Zeichenlehre
Zeichen sind materielle Elemente, die durch die Sinne wahrgenommen werden. Ein Code besteht aus einer Reihe von Anzeichen, die von den Nutzern vereinbart wurden. Man unterscheidet nach der Wirklichkeit in Zeichen und Symbole sowie nach den Sinnen in visuelle, auditive, olfaktorische, gustatorische und taktile Reize.
Die sprachliche Einheit
Die sprachliche Einheit der Sprache besteht aus Sinn und Bedeutung. Sie ist willkürlich (frei erfunden), in linearer Zeit angeordnet, individuell unveränderlich in den Nutzungsregeln und durch Artikulation (Kombination kleinerer zu größeren Elementen) gekennzeichnet. Zur nonverbalen Sprache gehören Piktogramme, Ideogramme und Logos.
Bedeutung und Wortfelder
- Bedeutungsbasis: Der gemeinsame Sinn und Zweck, den ein Wort hat.
- Formale Sprache: Verwendung in Wissenschaft und Technologie.
- Kontextuelle Bedeutung: Die subjektive Verwendung eines Wortes in einem besonderen Kontext.
- Semantisches Feld: Eine Reihe von Wörtern, die signifikante Merkmale gemeinsam haben.
- Wortfamilie: Eine lexikalische Reihe von Wörtern mit demselben Lexem.
Sprachliche Varietäten und Register
Der Idiolekt beschreibt den individuellen Umgang mit Sprache. Situationelle Varietäten ergeben sich aus der Angemessenheit des Sprechers gegenüber der jeweiligen kommunikativen Situation.
Sprachregister
- Formelle Situationen: Institutionalisiert und durch gesellschaftliche Konventionen reguliert.
- Informelle Situationen: Diese führen zu einer entspannteren Sprache.
Sprachniveaus
- Gemeinsame Sprache: Es ist notwendig, dass Sprecher eine gemeinsame Sprache erzeugen, die als Vehikel der Kommunikation für alle dient.
- Gehobene Sprache (Kultiviert): Zeichnet sich aus durch: 1. eine sorgfältige Diktion, 2. präzise Verwendung von Zeitformen und Bindungswörtern, 3. korrekte Syntax und 4. einen reichen lexikalischen Wortschatz.
- Umgangssprache: Oft gekennzeichnet durch: 1. Diminutive, 2. Verkürzungen, 3. Ellipsen, 4. Füllwörter und 5. direkte Appelle an die Zuhörer.
- Vulgärsprache: Merkmale sind: 1. häufige Verwechslung von Vokalen und Konsonanten, 2. Verlust des intervokalischen 'd', 3. Dequeísmo, 4. kurze Silben, 5. Neuordnung der Pronomen sowie 6. Loísmo und Laísmo.
Geographische Dialekte und Soziolekte
Geographische Dialekte sind die eigenen sprachlichen Variationen eines Territoriums. Jargon (Lingo) ist die Bezeichnung für eine Sprache, die auf den erfolgreichen Abschluss einer Tätigkeit abzielt.
Historische und regionale Dialekte
- Historische Dialekte: Asturisch-Leonesisch, Navarrisch-Aragonesisch und Kastilisch.
- Südliche Dialekte: Stark durch das Mozarabische beeinflusst und in der Phonetik weiterentwickelt; dazu gehören Andalusisch, Extremadurisch, Murcianisch und die Dialekte der Kanarischen Inseln.
- Slang: Professionelle Fachsprachen sowie die Sprache von Jugendlichen oder Straftäern.