Grundlagen der Softwarearchitektur und UI-Design
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1. Was ist Softwarearchitektur?
Softwarearchitektur beschreibt die Struktur eines EDV-Systems. Sie umfasst die Softwarekomponenten, deren äußerlich sichtbare Eigenschaften sowie die Beziehungen zwischen diesen Komponenten.
2. Welchen Nutzen bietet Softwarearchitektur?
- Analyse der Wirksamkeit des Designs hinsichtlich der Anforderungen.
- Bewertung architektonischer Alternativen in einer frühen Phase, in der Designänderungen noch einfach umsetzbar sind.
- Verringerung der Risiken bei der Softwareentwicklung.
3. Was beschreibt ein Architekturstil und welche Arten gibt es?
Ein Architekturstil definiert eine Systemkategorie, die eine Reihe von Komponenten, Steckverbindern für die Kommunikation und Koordination sowie Einschränkungen für die Integration festlegt. Zudem bietet er semantische Modelle zur Analyse der Systemeigenschaften.
Bekannte Architekturtypen:
- Datenzentrierte Architektur
- Datenfluss-Architektur
- Call-and-Return-Architektur
- Objektorientierte Architektur
- Geschichtete Architektur
4. Wie erfolgt der Entwurf einer Architektur?
Der Prozess erfolgt in mehreren Schritten:
- Kontextdarstellung: Definition externer Einheiten und deren Interaktionen mit der Software.
- Abstraktion: Festlegung von Archetypen, die das Verhalten oder die Funktion des Systems darstellen.
- Umsetzung: Identifizierung von Komponenten und deren Repräsentation in einer unterstützenden Architektur.
- Validierung: Erstellung konkreter Beispiele, um den Entwurf in der realen Welt zu testen.
5. Goldene Regeln für das Design von Benutzeroberflächen
- Benutzerkontrolle: Die Schnittstelle sollte auf die Bedürfnisse des Nutzers reagieren und ihn bei der Aufgabenerfüllung unterstützen, anstatt ihn zu bevormunden.
- Reduzierung der Speicherbelastung: Eine gute Benutzeroberfläche minimiert die Menge an Informationen, die sich der Benutzer merken muss, um Fehler zu vermeiden.
- Konsistenz: Alle visuellen Informationen sollten einem einheitlichen Design folgen, das über alle Bildschirme hinweg beibehalten wird.
6. Welche Modelle spielen bei der UI-Analyse eine Rolle?
- Benutzermodell: Erstellt durch den Software-Ingenieur.
- Designmodell: Erstellt durch den Software-Ingenieur.
- Mentales Modell: Das geistige Bild des Endanwenders von der Funktionsweise des Systems.
7. Aktivitäten im UI-Analyse- und Designprozess
- Analyse und Modellierung von Benutzern, Aufgaben und Umgebungen.
- Design der Benutzeroberfläche.
- Bau (Implementierung) der Schnittstelle.
- Validierung der Schnittstelle.
8. Worauf konzentriert sich die UI-Validierung?
Die Validierung fokussiert sich auf folgende Aspekte:
- Funktionalität: Korrekte Umsetzung aller Benutzeraufgaben und Anforderungen.
- Usability: Benutzerfreundlichkeit und Erlernbarkeit der Schnittstelle.
- Akzeptanz: Wahrnehmung der Schnittstelle als nützliches Werkzeug durch den Benutzer.
9. Schritte zur Gestaltung der Benutzeroberfläche
- Identifikation von Objekten und Aktionen basierend auf der Analyse.
- Definition von Ereignissen (Benutzeraktionen) zur Zustandsänderung und Modellierung dieses Verhaltens.
- Repräsentation jedes Zustands der Schnittstelle für den Endanwender.
- Anzeige des Systemstatus innerhalb der Schnittstelle während des Entwurfs.