Grundlagen der Soziologie: Methoden und Theorien

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Taxonomie der sozialen Beobachtung

Die systematische Beobachtung sozialer Phänomene bezieht sich auf die explizite Erfassung von Verhalten und sozialem Handeln nach festgelegten Verfahren. Wenn sowohl die Beobachtung als auch die Aufzeichnung der Tatsachen nach einer bestimmten Geschäftsordnung erfolgen, erfüllen sie die wissenschaftliche Logik sowie die Grundsätze der Validität (García Fernando, 1986).

Teilnehmende Beobachtung

Die teilnehmende Beobachtung ist eine Methode, bei der der Wissenschaftler aktiv Teil der beobachteten Ereignisse ist. Der Forscher tritt in eine direkte Beziehung zu den Beobachteten und erhebt Daten während der Teilnahme in deren natürlichem Lebensumfeld. Die direkte Beteiligung ermöglicht ein detailliertes Bild der Situation, birgt jedoch das Risiko eines Objektivitätsverlustes durch die eigene Involvierung (Schuortey, Grousel & Green, 1982).

Die Soziologie als Sozialwissenschaft

Die Soziologie ist eine Sozialwissenschaft, deren vorrangiges Ziel die Untersuchung der menschlichen Gesellschaft ist. Sie analysiert insbesondere:

  • Gemeinden und Verbände
  • Gesellschaftliche Gruppen
  • Institutionen

Die Soziologie untersucht die Struktur, die Prozesse und die Natur der menschlichen Gesellschaft im Allgemeinen. Da sie nicht autonom, sondern interdisziplinär ausgerichtet ist, verknüpft sie soziale Phänomene auf allen Ebenen der sozialen Wirklichkeit. Dieser Ansatz wird als soziologische Phantasie bezeichnet.

Theorien mittlerer Reichweite nach Robert Merton

Laut Robert Merton sollte eine Theorie ein Mindestmaß an Verallgemeinerung aufweisen. Er schlug daher die Entwicklung von Theorien mittlerer Reichweite (Midrange Theories) vor. Diese Theorien decken begrenzte Aspekte der sozialen Wirklichkeit ab und kombinieren Variablen und Phänomene, die empirisch überprüfbar sind, ohne den Bezug zur Forschung zu verlieren.

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