Grundlagen der Sportphysiologie und Trainingslehre
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1. Muskelfunktion und Beweglichkeit
Die Muskelfunktion beschreibt die Fähigkeit zur Beweglichkeit in einem Gelenk. Die Gelenkbeweglichkeit umfasst den Bewegungsumfang, während die Muskelelastizität die Fähigkeit der Muskelfasern beschreibt, nach einer Krafteinwirkung wieder ihre ursprüngliche Länge einzunehmen.
Agonisten und Antagonisten
- Agonist: Der Muskel, der die Hauptbewegung ausführt (z. B. Bizeps bei der Beugung des Unterarms).
- Antagonist: Der Muskel, der die Gegenbewegung zum Agonisten ausführt.
Wichtige Muskelgruppen und Funktionen
- Trizeps: Streckung des Unterarms.
- Quadrizeps: Streckung des Unterschenkels.
- Wadenmuskulatur: Anheben der Fersen.
- Schienbeinmuskulatur: Anheben der Zehen.
- Bauchmuskulatur: Rumpfflexion.
- Schräge Bauchmuskeln: Rotation des Rumpfes.
- Trapezmuskel: Bewegung der Schultern und Schulterblätter.
- Oberschenkelmuskulatur: Flexion und Streckung der Beine sowie Abduktion (Abspreizen).
- Deltamuskel: Heben der Arme.
- Gesäßmuskulatur: Beinstreckung sowie interne und externe Rotation.
- Rückenmuskulatur: Bewegung der Arme zum Rumpf.
- Brustmuskulatur: Übertragung der Armbewegung.
Methoden des Dehnens
- Statisches Dehnen: Der Muskel wird in einer Position zwischen 8 und 30 Sekunden gehalten, ohne Schmerzen zu verursachen. Die Dehnung erfolgt langsam und kontrolliert, um Verletzungen zu vermeiden.
- Dynamisches Dehnen: Wird häufig im Sport eingesetzt. Es umfasst Bewegungen wie Flexion, Adduktion, Abduktion und Rotation.
- Anderson-Methode: Beginnt mit einer einfachen Dehnung (6–30 Sekunden), gefolgt von einer weiterentwickelten, intensiveren Dehnphase.
2. Widerstand und Krafttraining
Widerstand bezeichnet die Fähigkeit, körperliche Leistungen über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Dies verbessert die Herzfunktion, erhöht das High-Density-Lipoprotein (HDL), senkt das Diabetesrisiko, steigert die Stoffwechselrate und verringert die Herzfrequenz.
Muskuläre Kraftformen
Muskuläre Kraft ist die Fähigkeit, einen Widerstand zu überwinden oder ihm entgegenzuwirken:
- Maximalkraft: Der höchste Wert, der bei einer willkürlichen Kontraktion gegen einen unüberwindbaren Widerstand erzeugt wird.
- Schnellkraft: Die Fähigkeit des neuromuskulären Systems, in kürzester Zeit den größtmöglichen Impuls zu erzeugen.
- Kraftausdauer: Die Fähigkeit eines Muskels, über einen längeren Zeitraum wiederholt gegen eine Last zu kontrahieren.
Kontraktionsformen
- Tonus: Muskelspannung im Ruhezustand.
- Isotonische Kontraktion: Veränderung der Muskellänge.
- Konzentrische Kontraktion: Der Muskel verkürzt sich.
- Exzentrische Kontraktion: Der Muskel verlängert sich unter Spannung.
- Isometrische Kontraktion: Der Muskel behält bei Kraftaufwand die gleiche Länge bei (z. B. gegen ein unbewegliches Objekt).
Überlastung: Die gezielte Steigerung des Widerstands, um einen Trainingseffekt zu erzielen.
3. Zielsetzung im Volleyball
Das Ziel im Volleyball ist es, den Ball über das Netz auf den Boden des gegnerischen Feldes zu befördern und zu verhindern, dass der Ball im eigenen Feld den Boden berührt.
Häufige Fehler beim Aufschlag
- Falsche Positionierung an der Grundlinie.
- Schlechter Start oder unsauberer Treffpunkt.
- Eingeknickter Arm oder zu weiches Handgelenk.
- Zu frühes oder zu spätes Schlagen des Balls.