Grundlagen der Staatslehre und Verfassungsgeschichte Chiles
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Regierung
Im weiteren Sinne ist die Regierung die allgemeine Politik des Staates, also die Ausübung der obersten Macht. Sie erfordert die Intelligenz des Menschen und die Förderung der staatlichen Macht. Personen, die staatliche Macht ausüben, werden als Organe der Staatsmacht bezeichnet. Sie folgen den gesetzlichen Bestimmungen der Verfassung und der Landesgesetze, welche den Zugang, die Befugnisse und die Ausübungsfristen festlegen.
Im engeren Sinne wird der Begriff verwendet, um die Organisation und die exekutiven Funktionen zu identifizieren, wie sie in parlamentarischen Regimen oder konstitutionellen Monarchien vorkommen.
Internationales Recht
Das internationale Recht wird in zwei Bereiche unterteilt:
- Öffentliches Völkerrecht: Basiert auf der Gleichheit der Staaten und rechtlichen Beziehungen (z. B. Grenzstreitigkeiten).
- Privates Völkerrecht: Bezieht sich auf Aktivitäten, die außerhalb der Grenzen des eigenen Landes oder unter Beteiligung der Staatsangehörigkeit eines anderen Landes stattfinden.
Verfassungsgeschichte Chiles
- 1812: Regierung unter José Miguel Carrera während des Protests gegen die Zensur (Artikel 17).
- 1822: Inspiriert durch die spanische Verfassung von 1812, einberufen durch O'Higgins nach dem Bruch des konservativen Senats von 1818.
- 1823: Juan Egaña verwaltete die Aufteilung der staatlichen Befugnisse, führte die Zensuswahl ein, band die katholische Religion ein und schuf eine moralische Macht unter Ramón Freire.
- 1826: Ideen des Föderalismus (José Miguel Infante), Volkswahl von Gouverneuren und Stadträten, Einführung von Provinzversammlungen.
- 1828: Entwurf einer Verfassung als repräsentative Republik; die Souveränität wird auf die drei Gewalten (Legislative, Exekutive, Judikative) übertragen.
- 1833: Unabhängigkeit zwischen Legislative und Exekutive; der Präsident erhält mehr Befugnisse (Ernennung von Ministern), der Kongress erhält Kontrollrechte über den Haushalt.
- 1925: Reform der Verfassung von 1833, Schaffung der Zentralbank, Regelungen zur Staatsangehörigkeit.
- 1980: Verfassung unter Augusto Pinochet; Grundsatz: „Die Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, die Familie als Keimzelle der Gesellschaft.
Staatliche Strukturen
- Justiz: Ihre Funktion ist die Rechtsprechung. Grundsätze: Unabhängigkeit, Amtszeit, Haftung, Territorialitätsprinzip und Öffentlichkeit.
- Chile: Souveräner, einheitlicher, demokratischer und republikanischer Staat mit präsidentiellem System.
- Legislative: Produktion von Gesetzen und Rechtsakten durch den Kongress.
- Exekutive: Bestimmung, Leitung und Koordinierung der staatlichen Politik.
- Kontrolle: Der Comptroller General der Republik (Contraloría General de la República).