Grundlagen der Systementwicklung und Informationssysteme

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1. Daten und Informationen

Daten: Aufzeichnungen von Fakten, Ereignissen oder Transaktionen. Sie bilden das Rohmaterial, um Informationen zu erhalten.

Informationen: Implizieren, dass die Daten in einer Weise verarbeitet wurden, die für den Empfänger nützlich ist. Mit den richtigen Informationen können Entscheidungen auf die am besten geeignete Weise für jede Situation getroffen werden.

2. Systematisches Vorgehen

Man beginnt mit der Gestaltung des gesamten Systems als eine „Black Box“, bei der man nur zwischen Eingängen und Ausgängen unterscheidet. Nach der Festlegung der Systemgrenzen und der Beziehung zur Außenwelt wird das Innere beschrieben, indem die Black Box geöffnet wird. Große Einheiten werden als interne Teilsysteme identifiziert, ebenso wie die Beziehungen, die sie verbinden. Der Prozess setzt sich fort, indem jedes Teilsystem in weitere Untereinheiten zerlegt wird, bis die Probleme so einfach sind, dass sie ohne weitere Unterteilung studiert werden können. Das Prinzip lautet: Global denken, lokal handeln.

3. Informationssysteme (IS)

Ein IS ist eine formale Reihe von Prozessen, die Daten auf einer strukturierten Sammlung operieren lassen, um entsprechend den Bedürfnissen des Unternehmens Informationen zu erheben, zu verarbeiten und zu verteilen. Dies dient der Geschäftstätigkeit, der Leitung und der Kontrolle, basierend auf der Geschäftsstrategie.

  • Anpassung an die Bedürfnisse des Unternehmens
  • Unterstützung von Tagesgeschäft sowie Kommando- und Kontrolltätigkeiten
  • Ausrichtung an der Business-Strategie

Elemente eines IS

Verfahren und Arbeitspraktiken innerhalb des Unternehmens. Informationen sind das Grundprinzip des Systems und müssen an die Personen angepasst werden, die das System nutzen:

  • Einführung
  • Verarbeitung der Informationen in ihren Aktivitäten
  • Nutzung

Der lineare Entwicklungszyklus

Der Zyklus besteht aus einer linearen Abfolge aufeinanderfolgender Stufen. Das Ende jeder Phase erzeugt einen Bericht über die geleistete Arbeit und einen Plan für die nächste Phase. Diese Informationen werden von Analysten und Designern in der nächsten Phase genutzt.

  • Phase 1: Die wichtigste Phase. Definition des zu lösenden Problems, Abgrenzung des Projekts und Festlegung der verfügbaren Ressourcen.
  • Phase 2: Die Machbarkeitsstudie schlägt mehrere Lösungen für das Problem vor und gibt eine Vorstellung vom neuen System.
  • Phase 3: Detaillierte Analyse des Systems unter Verwendung von Methoden der Datenanalyse.
  • Phase 4: Systemdesign. Designer definieren die notwendige Ausrüstung, neue Programme sowie Änderungen an alten und neuen Datenbanken.
  • Phase 5: Aufteilung in zwei kleinere Phasen: Entwicklung und Umsetzung.

Probleme des linearen Zyklus

Eine wichtige Eigenschaft ist, dass alle Aktivitäten in einer strengen Reihenfolge erfolgen. Eine Phase muss abgeschlossen sein, bevor die nächste beginnt, ohne Wiederholungen. Der Zyklus legt eine absteigende Reihenfolge fest, wobei jede Phase durch zunehmenden Detailgrad gekennzeichnet ist.

In der Praxis überschneiden sich einige Phasen jedoch. Wenn Ziele der Machbarkeitsstudie nicht erreicht werden oder Fehler während der Implementierung erkannt werden, ist eine Neugestaltung notwendig. Lineare Zyklen erfordern oft das Verwerfen und Neuanfangen von Phasen. Um Fehler zu beheben, ist es vorzuziehen, das System in kleinere Teile zu unterteilen und Probleme frühzeitig anzugehen.

Entwicklungsmethodik

Eine Entwicklungsmethodik ist eine Reihe von Verfahren, Techniken, Werkzeugen und Unterlagen, die Entwicklern bei der Erstellung neuer Software helfen. Ihre Komponenten sind:

  • Unterteilung des Projekts in Phasen
  • Festlegung der Aufgaben pro Phase
  • Definition der zu produzierenden Ergebnisse und deren Zeitplan
  • Festlegung geltender Beschränkungen
  • Auswahl der verwendeten Werkzeuge
  • Management und Kontrolle des Projekts

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