Grundlagen der technischen Bemaßung: Regeln und Normen

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Standardisierung der Bemaßung

Inhaltsverzeichnis

  • 1. Anwendung der Bemaßung: Allgemeine Regeln
  • 2. Begriffe der Bemaßung
  • 3. Elemente der Bemaßung
  • 4. Arten der Bemaßung
  • 5. Pfeilarten und Vorzeichen für Maßzahlen
  • 6. Methoden der Bemaßung
  • 7. Spezielle Angaben: Bögen, Sehnen und Winkel

Allgemeine Regeln der Bemaßung

  • Es erscheinen nur die Maße, die zur Definition des Teils erforderlich sind.
  • Maße dürfen nicht wiederholt werden; es ist das erforderliche Minimum anzugeben.
  • Alle Maße sind in der Ansicht einzutragen, die die beste Definition der Größenordnung bietet.
  • Alle Maße werden in der gleichen Einheit ausgedrückt.
  • Maßzahlen sollten so platziert werden, dass sie in der normalen Position der Zeichnung oder von der rechten Seite aus gelesen werden können.
  • Maßzahlen stehen stets über der Maßlinie und in der gleichen Richtung.

Begriffe der Bemaßung

Funktionales Maß (Funktionsmaß): Hat eine entscheidende Bedeutung für die Funktion oder die Rolle, die einem Stück zugeordnet ist.

Nicht-funktionales Maß: Ist für die Funktion eines Stückes nicht unbedingt erforderlich.

Hilfsmaß: Dient nur zur Information; sein Wert leitet sich aus anderen Maßen der Zeichnung ab.

Was ist ein Element?

Ein Element ist ein individuelles Merkmal des Stückes, wie eine ebene Fläche, eine zylindrische Fläche, zwei parallele Flächen oder eine Ecke.

Regeln für die Begrenzung von Kanten

  • Maßlinien dürfen nicht mit den Kanten zusammenfallen.
  • Maßlinien dürfen nicht mit den Achsen zusammenfallen.
  • Maßlinien werden senkrecht zur zu bemaßenden Linie oder in Sonderfällen schräg, aber stets parallel zueinander aufgetragen.
  • Symmetrielinien können als Hilfsmaßlinien eingesetzt werden.
  • Fasen oder abgerundete Stücke werden zwischen den Schnittpunkten der Kantenverlängerungen begrenzt.
  • Referenzlinien und Maßlinien sollten nicht gekürzt werden.
  • Maßlinien schneiden sich nicht untereinander oder mit anderen Linien.
  • Maßlinien sind in Reihen ausgerichtet.
  • Um parallele Kennzeichnungen zu vermeiden, wird das entferntere Maß zuerst und das nähere Maß mit dem niedrigeren Wert platziert.
  • Wenn Pfeile zu nah beieinander liegen, werden die Hilfslinien nach außen geführt.
  • Wenn Pfeile nicht übernommen werden können, werden sie durch einen Punkt ersetzt.
  • Bei wenig Platz werden Maßzahlen außerhalb auf der rechten Seite platziert.
  • Zahlen können mit einer Hinweislinie gezeichnet werden, wobei ihre Richtung beibehalten wird.

Bemaßung von Durchmessern und Radien

Bemaßung des Durchmessers

  • Bögen über 180° werden durch ihren Durchmesser identifiziert.
  • Die Maßlinie darf nicht mit der Symmetrieachse zusammenfallen.
  • Maßlinien werden an verschiedenen Ecken angesetzt.
  • Es sollten nicht mehr als zwei konzentrische Kreise bemaßt werden; der Rest wird in einer anderen Ansicht identifiziert.
  • Das Durchmesser-Symbol wird hinzugefügt, wenn nicht klar ist, dass es sich um einen Kreis handelt.

Bemaßung des Radius

  • Bögen kleiner oder gleich 180° werden durch ihren Radius identifiziert.
  • Pfeil und Maßzahl werden bei wenig Platz in einer Kette angeordnet.
  • Wenn der Mittelpunkt des Bogens nicht bekannt ist, wird dem Maß das Symbol R vorangestellt.
  • Die Linie trägt die gleiche Richtung, als wäre es ein Radius.

Ergänzende Informationen: Bögen, Sehnen und Winkel

  • Um Sehnen zu bemaßen, wird die Länge der Sehne über der Maßlinie angegeben.
  • Um einen Bogen zu bemaßen, wird eine Maßlinie wie im Bild gezeigt für die Bogenlänge verwendet.
  • Bei Winkeln wird die gleiche Maßlinie wie bei Bögen verwendet und der Wert in Grad angegeben.

Arten der Bemaßung

  • In Serie (Kettenbemaßung)
  • Durch überlappende Ebenen
  • Parallelbemaßung
  • Bemaßung durch Koordinaten

Tabellarisch: Die Koordinaten werden in einer Tabelle platziert.
Ohne Tabelle: Die Koordinaten werden direkt neben jedem Objekt platziert.

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Pfeilarten und Vorzeichen

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Eintragung der Maßzahlen: Es gibt zwei Verfahren für die Eintragung der Dimensionen:

Methode 1

Die Maßzahlen stehen parallel zu ihren Bemaßungslinien, zentriert, oben und leicht von ihnen getrennt. Sie sollten von unten oder von rechts lesbar sein.

Methode 2

Die Zahlen müssen so registriert werden, dass sie von unten gelesen werden können. Nicht-horizontale Maßlinien werden in der Mitte unterbrochen, um die Figur einzufügen.

Formative Prüfung

1. Was sind die wesentlichen Maße, damit das Stück seine Funktion erfüllen kann?
Antwort: Funktionales Maß (Funktionsmaß).

2. Wie heißen die Linien parallel zur Oberfläche des Messobjekts?
Antwort: Maßlinien.

3. Welche Regel wird bei der Bemaßung oft missachtet?
Antwort: Maßlinien sollten sich nicht kreuzen.

Definition der Bemaßung

Die Bemaßung ist der Prozess der Aufnahme von Linien, Zahlen, Zeichen und Symbolen, durch die ein Objekt auf einer Zeichnung nach festgelegten Regeln und Konventionen definiert wird.

Beteiligte Komponenten

Die grundlegenden Elemente der Bemaßung sind:

  • Maßlinien: Dies sind Linien, die parallel zur Oberfläche des Messobjekts verlaufen.
  • Maßzahlen: Eine Zahl, die die Größe angibt. Sie steht auf der Maßlinie (mittig, darüber oder unterbrechend, wobei ein einheitliches Kriterium in der Zeichnung folgen muss).
  • Maßbegrenzung (Pfeile): Maßlinien werden an ihren Enden durch ein Symbol abgeschlossen. In der mechanischen Zeichnung meist durch Pfeile.
  • Hilfslinien oder Referenzlinien: Diese beginnen senkrecht zur Oberfläche und begrenzen die Länge der Maßlinien. Sie sollten leicht über die Maßlinien hinausragen.

Symbole

Manchmal wird die Maßzahl durch ein Symbol ergänzt, das auf formale Merkmale hinweist. Dies vereinfacht die Kennzeichnung und reduziert die Anzahl der benötigten Ansichten. Die häufigsten Symbole sind:

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