Grundlagen des Technischen Zeichnens: Normen und Projektionen
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Grundlagen des Technischen Zeichnens
Formate und Normen
Die Blätter, auf denen Zeichnungen angefertigt werden, unterliegen festen Normen (z. B. UNE 1026-2). Zu den wesentlichen Merkmalen gehören:
- Margen (Ränder)
- Abmessungen
- Beschriftungsfeld
- Orientierungsmarken
- Zentrierung
- Faltung
Das Format-System
Die gängigsten Formate sind A0 bis A5. Das A0-Format misst 1189 mm x 841 mm. Kleinere Formate entstehen durch Halbierung der längeren Seite des jeweils größeren Formats.
Margen und Ränder
- A0 und A1: Mindestens 20 mm Rand.
- A2, A3 und A4: 10 mm Rand.
- Heftrand: 20 mm.
Systeme der Repräsentation
Ziel ist die zweidimensionale Darstellung dreidimensionaler Objekte durch Projektion.
Orthogonale Projektion
Die Projektionsstrahlen stehen senkrecht zur Projektionsebene. Alle Maße werden maßstabsgetreu dargestellt. Dies ist der Standard für Maschinenbau und Ersatzteile.
Schiefe Projektion
Die Strahlen treffen in einem anderen Winkel als 90° auf die Ebene. Hier können Reduktionsfaktoren oder Skalierungen notwendig sein.
Ansichten und Projektionssysteme
Die wichtigsten Ansichten eines Objekts sind:
- Vorderansicht: Hauptansicht
- Draufsicht: Von oben
- Seitenansicht: Rechts oder links
- Untersicht: Von unten
- Rückansicht: Von hinten
Europäisches vs. Amerikanisches System
- Europäisch: Das Objekt befindet sich zwischen dem Betrachter und der Projektionsebene.
- Amerikanisch: Die Projektionsebene befindet sich zwischen dem Betrachter und dem Objekt.
Axonometrie und Perspektive
Bei der Axonometrie ist die Projektionsebene nicht parallel zu den Hauptachsen des Objekts:
- Isometrie: Alle drei Achsen bilden gleiche Winkel und nutzen den gleichen Maßstab.
- Dimetrie: Zwei Achsen haben den gleichen Maßstab, die dritte unterscheidet sich.
- Trimetrie: Alle drei Achsen haben unterschiedliche Maßstäbe.
Kegelschnitt (Zentralperspektive)
Diese Methode wird vor allem in der Architektur verwendet, um eine realitätsnahe Darstellung durch Fluchtpunkte zu erzielen.
Schnitte und Bemaßung
Schnittdarstellungen
Schnitte dienen dazu, das Innere eines Bauteils sichtbar zu machen. Man unterscheidet unter anderem zwischen:
- Vollschnitt
- Halbschnitt
- Teilschnitt
Grundregeln der Bemaßung
- Maße sollten nur einmal angegeben werden.
- Keine Maße vergessen.
- Maße dort platzieren, wo das Element am besten erkennbar ist.
- Einheitlichkeit der Einheiten.
- Vermeidung von Summationsketten, um Fehler zu minimieren.