Grundlagen der Teleinformatik: Übertragung und Verkabelung

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Teleinformatik

Datenübertragungsmodi

  • Simplex-Datenübertragung: Die Übertragung erfolgt in einer Richtung, von einer Sendestation zu einer Empfangsstation. Dies entspricht in der Regel Terminals als Herkunft und einem zentralen Computer als Ziel oder einem Computer als Herkunft und einem Drucker oder Bildschirm-Terminal als Ziel.
  • Half-Duplex: Dieser Begriff definiert einen Übertragungsmodus, in dem Daten in beide Richtungen gesendet werden können, jedoch nicht gleichzeitig. Die verbundenen Geräte fungieren als Sender und Empfänger, wobei für den Richtungswechsel eine Umschaltung der Kommunikation notwendig ist.
  • Duplex oder Voll-Duplex: In diesem Modus erfolgt die Datenkommunikation über die Leitung in beide Richtungen gleichzeitig.

Netzwerkverkabelung

Sobald Workstations, Server und Netzwerkkarten vorhanden sind, müssen diese miteinander verbunden werden. Der verwendete Kabeltyp hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den gängigen Netzwerkverkabelungen gehören Twisted Pair, Koaxialkabel und Glasfaserkabel. Alternativ sind Verbindungen über Funk oder Mikrowelle möglich.

Twisted Pair

Besteht aus zwei verdrillten Kupferdrähten, die isoliert und unabhängig voneinander verdrillt sind. Das Paar wird durch eine äußere Isolierschicht geschützt. Vorteile:

  • Gut untersuchte Technologie
  • Keine besonderen Kenntnisse für die Installation erforderlich
  • Schnelle und einfache Installation
  • Minimale Signalstörungen
  • Bietet Immunität gegen Störungen, Cross-Modulation und Korrosion

Koaxialkabel

Besteht aus einem zentralen Kupferleiter, der von einem geflochtenen Netz umgeben ist, das als Erdung dient. Zwischen dem Leiter und dem Netz befindet sich eine dicke Isolierschicht, geschützt durch eine äußere Abdeckung. Es ist in zwei Stärken verfügbar (dick und dünn). Vorteile:

  • Unterstützt Breitband- und Basisbandkommunikation
  • Geeignet für verschiedene Signale wie Sprache, Video und Daten
  • Gut untersuchte Technologie

Glasfaser (LWL)

Diese Verbindung ist kostspieliger, ermöglicht jedoch eine sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit und verhindert Signalinterferenzen. Da das Signal durch Licht übertragen wird, gibt es kaum Möglichkeiten für elektrische Störsignale. Vorteile:

  • High-Speed-Übertragung
  • Keine elektrische oder magnetische Abstrahlung (hohe Sicherheit)
  • Störfestigkeit und Schutz vor Cross-Modulation
  • Höhere Wirtschaftlichkeit als Koaxialkabel in bestimmten Anlagen
  • Unterstützt längere Distanzen

Drahtlose Übertragung

Mikrowelle

Informationen werden über elektromagnetische Wellen durch die Luft übertragen. Vorteil: Keine physische Verbindung erforderlich und eine praktisch unbegrenzte Bandbreite. Nachteil: Erfordert eine Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger. Aufgrund der Erdkrümmung beträgt die maximale Trennung etwa 50 Meilen, sofern keine Zwischenverstärker installiert sind.

Satellit

Nutzt einen geostationären künstlichen Satelliten als Mikrowellen-Repeater. Dies ermöglicht die Überbrückung großer Entfernungen auf der Erde, hat jedoch den Nachteil, dass atmosphärische Veränderungen die Übertragung beeinflussen können.

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