Grundlagen der Trainingslehre und Trainingsprinzipien

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Definition und Prozess des Trainings

Training ist ein Prozess, der Schritt für Schritt (poco a poco) zur Verbesserung der sportlichen Leistung führt. Er basiert auf der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse. In pädagogischer Hinsicht beschreibt Training die Beziehung zwischen zwei Menschen – dem Trainer und dem Sportler. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit einer Person zu steigern und ihre individuellen Qualitäten zu verbessern.

Das homöostatische Gleichgewicht

Das homöostatische Gleichgewicht beschreibt den Zustand des organischen Gleichgewichts sowie die Vitalfunktionen des menschlichen Körpers. Es ist ein Zustand, in dem viele Faktoren das Gleichgewicht aufrechterhalten. Es gibt jedoch Faktoren wie Stress, die dieses Gleichgewicht verringern oder stören können, wie zum Beispiel eine Grippe.

Die drei Phasen der körperlichen Reaktion

Die Reaktion des menschlichen Körpers auf Belastung wird in drei Phasen festgelegt:

  • Phase des Verschleißes: Ein Rückgang im Vergleich zum Gleichgewicht infolge körperlicher Ermüdung.
  • Phase der Erholung (Recovery): Der menschliche Körper überwindet die Müdigkeit und erholt sich. Die Ausgleichslinie steigt an, bis die vollständige Genesung erreicht ist.
  • Phase der Überkompensation: Sobald die Wiederherstellung abgeschlossen ist, stellt sich ein neues Gleichgewicht auf einem höheren Niveau als zuvor ein.

Trainingssteuerung: Volumen und Intensität

Das Volumen ist der Gesamtumfang einer praktischen Übung und kann gemessen werden durch:

  • Zeiteinheiten
  • Raumeinheiten (z. B. Kilometer)
  • Anzahl der Sätze und Wiederholungen

Die Intensität beschreibt die Qualität der Arbeit. Sie kann gemessen werden durch:

  • Die Herzfrequenz im Verhältnis zur maximalen Herzfrequenz (HF max = 220 minus Alter)
  • Den maximalen Sauerstoffverbrauch, den eine Person verwerten kann
  • Die erbrachte Wattzahl (besonders im Radsport-Training)

Die sechs Grundsätze der Trainingslehre

  1. Prinzip der Individualität: Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Gleichgewichtsniveau. Eine Trainingsbelastung kann für eine Person locker und für eine andere sehr fordernd sein.
  2. Prinzip der Anpassung: Die Abfolge von Überkompensationen führt zu einer Transformation und Anpassung des Stoffwechsels sowie der verschiedenen Organsysteme des Körpers.
  3. Prinzip der Intensität: Die Trainingsbelastung muss wirksam sein und an das körperliche Niveau angepasst werden, um eine optimale Überkompensation zu erreichen.
  4. Prinzip der Progression: Trainingsbelastungen sollten langsam und stetig gesteigert werden. Nach der Überkompensation passt sich der Körper an den Reiz an, sodass dieser keinen neuen Verschleiß mehr erzeugt.
  5. Prinzip der Kontinuität: Regelmäßiges Training ist notwendig, um langfristig von der Überkompensation zu profitieren und die Leistung zu steigern.
  6. Prinzip des Wechsels: Es müssen stets Ruhephasen zwischen den Belastungen eingehalten werden, um dem Körper die notwendige Überkompensation zu ermöglichen.

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