Grundlagen der Unternehmensfinanzierung
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Leasing und Finanzierung
Leasing ist ein System, durch das ein Unternehmen ein Element des Anlagevermögens im Austausch für eine Pachtabgabe übernehmen kann. An diesem Prozess sind drei Akteure beteiligt: der Kunde, die Leasinggesellschaft und der Hersteller des Gutes.
Vermietung (Renting)
Hierbei handelt es sich um die Vermietung von beweglichen und unbeweglichen Sachen über einen langfristigen Vertrag. Der Mieter verpflichtet sich, für einen bestimmten Zeitraum eine feste monatliche Rate zu zahlen. Das vermietende Unternehmen ist verpflichtet, die Nutzung des Gutes sowie Wartung und Vollkaskoschutz zu gewährleisten. Am Ende des Vertrags besteht die Option, die Ausrüstung zu ersetzen oder den Vertrag zu verlängern.
Kurzfristige externe Finanzierung
- Bankdarlehen (kurzfristig): Es gibt zwei Modalitäten:
- Überziehungskredit: Die Nutzung eines Girokontos bis zu einem bestimmten Betrag, wobei die Zinsen hoch sind.
- Kreditlinie: Wenn ein Unternehmen Mittel für mögliche zukünftige Bedürfnisse benötigt, aber die genaue Höhe nicht kennt, kann es eine Kreditlinie beantragen. Dies ist ein Vertrag mit einem Institut, das dem Unternehmen einen finanziellen Rahmen auf dem Girokonto zur Verfügung stellt.
- Handelskreditfinanzierung: Diese erfolgt automatisch, wenn das Unternehmen Zahlungsziele bei Lieferanten für Einkäufe erhält.
- Diskontierung von Wechseln: Das Unternehmen kann Wechsel aus seinem Kundenportfolio vor deren Fälligkeit diskontieren lassen. Dies stellt eine Kostenreduktion dar, da das Unternehmen Zinsen für den Zeitraum zwischen Diskontierung und Fälligkeit an die Bank zahlen muss.
- Factoring und spontane Finanzierungsquellen: Dies sind Quellen, die keine vorherige Verhandlung erfordern.
Wertpapiermärkte und Corporate Finance
Zur Deckung des Finanzierungsbedarfs können finanzielle Vermögenswerte geschaffen werden, die für die Eigentümer den Erhalt ihres Reichtums bedeuten und für den Emittenten eine Finanzierungsquelle darstellen.
Arten von Wertpapieren
- Festverzinsliche Wertpapiere: Bieten feste Zahlungsströme im Laufe der Zeit (z. B. Anleihen).
- Eigenkapital: Die Erträge hängen von der unsicheren Leistung des Unternehmens ab, wie z. B. ausgeschüttete Dividenden und die Wertentwicklung des Titels.
Finanzmärkte
Der Markt, auf dem finanzielle Vermögenswerte (fest- und variabel verzinslich) gehandelt werden, unterteilt sich in:
- Primärmarkt: Ein Unternehmen emittiert Wertpapiere, die von Investoren gezeichnet werden, wodurch das Unternehmen finanziert wird.
- Sekundärmarkt: Ein Markt, auf dem bereits zuvor emittierte Wertpapiere gehandelt werden.
Spezielle Marktoperationen
- OPV (Öffentliches Verkaufsangebot): Eine Operation, bei der Unternehmen Aktien zum Verkauf anbieten.
- OPS (Öffentliches Zeichnungsangebot): Angebot von neuen Aktien als Ergebnis einer Kapitalerhöhung.
- Übernahmen: Operationen, bei denen Einzelpersonen oder Unternehmen Aktien eines börsennotierten Unternehmens von den Aktionären gegen eine Gebühr erwerben.