Grundlagen der Unternehmensführung und Kostenrechnung

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Definition der Organisation und Elemente

Eine Organisation ist ein System aus zusammenhängenden Elementen, bestehend aus Menschen, Zielen und Aufgaben. Das Verwaltungsmanagement definiert sich als die Koordination von personellen und materiellen Ressourcen zur Erreichung gesetzter Ziele.

Phasen des Managementprozesses nach Freeman

  • Planung
  • Organisation
  • Führung
  • Kontrolle

Das Management und die Führung von Unternehmen basieren primär auf der Entscheidungsfindung.

Definition und Bereiche der Kontrolle

Nach Pérez-Carballo (1995) ist Kontrolle eine Funktion zur Sicherstellung der Zielerreichung, die bereits in der Planungsphase festgelegt wurde. Die Kontrolle gilt für folgende Bereiche:

  • Ziele und Pläne
  • Organisation
  • Umsetzung

Arten der Kontrolle

Man unterscheidet zwischen der Kontrolle a priori (im Vorfeld) und a posteriori (im Nachhinein). Zudem gibt es Unterschiede zwischen formeller und informeller Kontrolle:

  • Formale Kontrolle: Systematisch, regelmäßig und organisiert; erfordert Design sowie Spezifikationen von Verfahren.
  • Informelle Kontrolle: Spontan, diskretionär und entwickelt sich natürlich.

Werkzeuge der Steuerung

  • Haushaltskontrolle (a priori)
  • Internes Audit (a posteriori)
  • Externes Audit (a posteriori)
  • Inspektion (a posteriori)

Der Entscheidungsprozess

Der Prozess gliedert sich in folgende Phasen:

  1. Intelligenzphase
  2. Modellierungsphase
  3. Auswahlphase
  4. Überprüfungsphase

Anforderungen an eine effektive Inspektion

  • Aktive Unterstützung durch die Unternehmensleitung.
  • Anpassung an die Art und Anforderungen der Tätigkeit.
  • Handlungsorientierte Kontrollen.
  • Klare Zuordnung der Ziele.

Wissenschaftliche Modelle im Management

Ein wissenschaftliches Modell ist eine theoretische und abstrakte Darstellung der Realität, um diese zu verstehen, zu erklären oder vorherzusagen. Beispiele sind:

  • Deskriptiv: Modell des Atoms.
  • Prädiktiv: Meteorologie oder Planungssysteme für Produktionsfirmen.

Das Management liefert im Entscheidungsprozess die notwendigen Modelle, Werkzeuge und Techniken.

Unterschied zwischen Daten und Informationen

  • Informationen: Daten in einem Kontext, die für jemanden zu einem bestimmten Zeitpunkt Sinn ergeben.
  • Daten (Fakten): Unorganisierte Fakten ohne spezifische Bedeutung.

Strategische Relevanz interner Informationen

Bei der Festlegung der Strategie sind Informationen über Kosten, Qualität, technisches Niveau und Ressourcen-Fähigkeiten des Unternehmens relevant. Der Break-Even-Punkt hilft dabei, den Produktionsumfang zu bestimmen, der alle Kosten deckt.

Ziele der Rechnungslegung

  • Systematische Information über das Unternehmensverhalten.
  • Bewertung des Nutzens und der wirtschaftlichen Tätigkeit.
  • Erfüllung des Informationsbedarfs von Führungskräften.

Rechnungswesen-Systeme unterstützen Entscheidungen über Produkte, Preisgestaltung, Eigenfertigung oder Fremdbezug sowie den Ersatz von Ausrüstungen.

Kostenrechnung: Grundbegriffe

  • Ausgaben (Expense): Erwerb einer Ware oder Dienstleistung (externer Bereich).
  • Kosten (Cost): Verbrauch von Gütern im Produktionsprozess (interner Bereich).
  • Zahlung (Payment): Tatsächlicher Geldabfluss.

Klassifizierung von Kosten

  • Nach Objektivität: Direkte Kosten (z. B. Material) und indirekte Kosten (z. B. Wartung).
  • Nach Variabilität: Variable Kosten (abhängig von der Produktionsmenge) und Fixkosten (unabhängig von der Aktivität).

Kostensysteme und ABC-Analyse

Ein Kostensystem ist ein Informationssystem zur Einstufung, Akkumulation und Zurechnung von Kosten auf Referenzeinheiten (Zentren). Man unterscheidet:

  • Vollkostensysteme
  • Variable Kostensysteme (Direct Costing)
  • ABC-Systeme (Activity Based Costing)

Besonderheiten des ABC-Systems

Im ABC-System verbrauchen Produkte keine Kosten, sondern Aktivitäten. Aktivitäten wiederum verbrauchen Ressourcen. Es wird unterschieden zwischen:

  • Haupttätigkeit: Direkt am Herstellungsprozess beteiligt (z. B. Schnitt, Design).
  • Nebentätigkeit: Flankierende Maßnahmen (z. B. Buchhaltung, Verwaltung).

Ein Kostentreiber (Cost Driver) ist ein Maß, das eine objektive Zurechnung der Kosten auf das Produkt ermöglicht (z. B. kg Material, Anzahl der Bestellungen, Arbeitsstunden).

Standardkosten und Abweichungsanalyse

Standardkosten sind erwartete Kosten unter definierten Annahmen. Sie dienen als objektive Maßnahme in der Verwaltung.

  • Vorteil: Einfach zu etablieren (basierend auf Vergangenheitsdaten).
  • Nachteil: Vernachlässigung sich ändernder Bedingungen.

Implementierung von Standardkosten

  1. Schätzung der Norm zu Periodenbeginn.
  2. Berechnung der tatsächlichen Kosten.
  3. Analyse der Abweichungen.
  4. Entscheidungsfindung zur Korrektur.

Abweichungsarten

  • Direkte Kosten: Abweichungen bei Rohstoffen oder Arbeitskosten.
  • Indirekte Kosten: Technische oder wirtschaftliche Abweichungen.
  • Gemeinsame Abweichung: Zusammenwirken technischer und wirtschaftlicher Faktoren.

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