Grundlagen des Utilitarismus: Mill, Bentham und Ethik

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Wie bewertet man die Folgen einer Handlung?

Die Bewertung erfolgt lediglich nach dem Maß an Glück oder dem "Gegenteil von Glück", das sie erzeugen. John Stuart Mill präzisiert jedoch, dass die Folgen nicht auf Basis einer einzelnen Handlung bewertet werden, sondern in Bezug auf die Regel, nach der dieser Rechtsakt erfolgt, von Bedeutung sind.

Wer ist vom Utilitarismus betroffen?

Grundsätzlich unterliegen dem Utilitarismus alle Wesen, die in der Lage sind zu leiden (dies schließt nicht-menschliche Tiere mit ein). Dies beinhaltet eine Prüfung der gleichen Rechte für alle, was oft als das Prinzip der Unparteilichkeit beschrieben wird.

Was bedeutet "fair" im Utilitarismus?

Unparteilichkeit bedeutet, dass das Glück jedes Menschen, der an einer moralischen Entscheidung beteiligt ist, gleichermaßen zählt. In anderen Worten: "Jeder zählt für einen und niemand für mehr als einen." Laut Mill ist das Glück, welches das utilitaristische Kriterium des moralisch Richtigen bildet, nicht das eigene Glück des Handelnden, sondern das aller Beteiligten.

Zwischen dem persönlichen Glück und dem der anderen verlangt der Utilitarismus vom Handelnden, so streng unparteiisch wie ein wohlwollender Zuschauer zu sein. Unparteilichkeit bedeutet jedoch nicht zwangsläufig "Gleichheit", da unterschiedliche Situationen nicht identisch behandelt werden können.

Ist der Utilitarismus egalitär?

Da jeder Mensch unterschiedliche Präferenzen und Modelle des Glücks hat, betrachtet der Utilitarismus die Gleichheit der Ergebnisse als schädlich für das allgemeine Glück und fördert stattdessen die Chancengleichheit. Jeder sollte das Recht haben, das breite Feld der Möglichkeiten fair zu erkunden, doch Chancengleichheit garantiert keine Ergebnisgleichheit.

Ein Beispiel für Chancengleichheit ist eine Schulklasse: Jeder hat die gleiche Chance teilzunehmen und erhält denselben Unterricht von derselben Lehrkraft, aber am Ende schneiden die Schüler in der Prüfung unterschiedlich ab.

Führt der Utilitarismus zu Unterdrückung?

Jeremy Bentham war ein Gelehrter der Rechtsstaatlichkeit, und die utilitaristische Theorie besitzt einen starken rechtlichen Fokus. Das Nützlichkeitsprinzip war als Leitfaden für die Gesetzgebung und die Öffentlichkeit gedacht. Da die Absicht des Gesetzes darin besteht, das Wohlbefinden der Bürger zu fördern, sollte nur das Minimum verboten werden, um die Wahlfreiheit nicht unnötig einzuschränken.

Wie Mill in "Über die Freiheit" darlegte: "Der einzige Zweck, um dessentwillen man Macht rechtmäßig über ein Mitglied einer zivilisierten Gemeinschaft gegen seinen Willen ausüben kann, ist, eine Schädigung anderer zu verhüten. Das eigene Wohl, sei es das physische oder das moralische, ist keine ausreichende Rechtfertigung. Über sich selbst, über seinen eigenen Körper und Geist ist das Individuum der Souverän."

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