Grundlagen der Verbindungstechnik und Formgebung

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Verbindungselemente: Keilprismen, Passfedern und Stifte

Ein Keilprisma ist ein allgemein rechteckiger Querschnitt, der verwendet wird, um zwei mechanische Teile fest miteinander zu verbinden. Längsverbindungen werden genutzt, um eine Welle (Baum) zu fixieren. Querverbindungen dienen dazu, zwei Wellen auf derselben Achse zu koppeln.

Die Passfeder (Tab) ist eine besondere Art des Anpassungsstifts. Sie hat einen geraden Querschnitt, und die Anpassung erfolgt über die Seitenflächen.

Ein Stift (Pin) ist ein rundes, längliches Stück, das als Verbindungselement dient und eine feste Verbindung zwischen zwei Teilen herstellt. Er ist primär auf Abscherung beansprucht.

  • Zylinderstift: Positioniert ein Teil über einem anderen, fixiert es jedoch nicht dauerhaft.
  • Kegelstift: Wird zur festen Fixierung verwendet.
  • Sicherheitsstift: Dient zur Feststellung von Bauteilen.

Nieten und Schweißen in der Fertigung

Niete: Diese Teile sind mit einem zylindrischen Kopf versehen und werden durch Druck verformt. Hohlniete: Eine Variante der Niete, bei der ein Nietloch verwendet wird.

Schweißen ist die dauerhafte Verbindung zweier Teile oder zweier Abschnitte eines Werkstücks, die durch Hitze erreicht wird:

  • Heterogenes Schweißen: Die Füllstoffe unterscheiden sich vom Grundmetall.
  • Homogenes Schweißen: Es werden keine Füllstoffe verwendet oder diese sind identisch mit dem Grundmetall.

Eigenschaften von Formsand und Gießverfahren

Eigenschaften des Formsandes

  • Plastizität: Beibehaltung der Form nach Einwirkung einer Kraft.
  • Feinheit: Sorgt für glatte Oberflächen ohne direkten Metallkontakt.
  • Gasdurchlässigkeit: Erleichtert das Entweichen von Gasen.
  • Feuerfestigkeit: Damit die Form den hohen Temperaturen standhält.
  • Kontraktion: Minimale Schrumpfung des Sandes beim Trocknen.
  • Zerfallbarkeit: Ermöglicht das Entfernen des Gussstücks ohne verbleibende Sandpartikel.

Sandguss-Verfahren (Molding)

Der Prozess umfasst den Bau des Modells, die Konfiguration des Formbodens (mit Sand gefüllt) sowie der Oberform, das Einsetzen des Zubehörs für den Anguss und die Entlüftung, das vollständige Gießen der Schmelze und schließlich die Entnahme des Werkstücks.

Gießvorgang und Formmaschinen

Vorwärmen: Die leere Pfanne wird erhitzt. Gießen: Das geschmolzene Metall wird in die Form gefüllt. Erstarrung: Abkühlung auf Raumtemperatur. Öffnen: Die Form wird geöffnet und das Werkstück entnommen.

Wachsausschmelzverfahren (Lost-Wax)

Dieser Prozess beinhaltet die Erstellung des Modells, den Bau der Gussform, die Herstellung des Wachsmodells, die Vorbereitung der Sandform sowie den Erhalt des fertigen Gussteils.

Druckguss-Verfahren

  • Vorteile: Dünnere Teile sind realisierbar und es entstehen weniger Risse.
  • Nachteile: Das Verfahren ist teuer und für einige Legierungen nicht geeignet.

Verformung und Schmiedeoperationen

Elastische Verformung: Das Material kehrt in seine ursprüngliche Form zurück, sobald die Kraftwirkung stoppt. Plastische Verformung: Das Material behält die Formänderung nach Beendigung der Krafteinwirkung bei.

Schmiedeoperationen

  • Recken (Zeichnen): Verlängerung des Werkstücks bei gleichzeitiger Querschnittsverringerung.
  • Absetzen (Degorgieren): Verringerung eines Teilabschnitts.
  • Stauchen: Umkehrung des vorherigen Schritts – Verringerung der Länge bei Vergrößerung des Querschnitts.
  • Lochen (Stanzen): Bohren von Löchern, Schneiden und Biegen.

Gesenkschmieden (Hot-Imprinting)

Die Vorbereitung verleiht dem Stück eine grobe Form. Beim Gesenkschmieden wird das heiße Werkstück zwischen die Formhälften (Drucke) gelegt. Abschließend werden Grate oder überschüssiges Material entfernt.

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