Grundlagen der Vermessungstechnik: Instrumente und Methoden
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Einführung
Bei der Vermessung geht es im Allgemeinen darum, die Position eines Elements im Feld zu bestimmen und zu markieren. Im Bauwesen bezieht sich dies auf die Kennzeichnung und die Arbeit selbst, um jedes Bauelement maßstabsgetreu gemäß dem Projekt zu definieren.
Instrumente und Verbrauchsmaterialien für die Absteckung
Die Instrumente werden nach ihrer Funktion gruppiert:
- Längenmessung: Maßband
- Überprüfung der Vertikalität: Lot
- Überprüfung der Horizontalität: Wasserwaage, Schlauchwaage, Nivelliergerät
- Aufnahme von rechten Winkeln: Winkelmesser (Winkelprisma)
- Aufnahme von beliebigen Winkeln: Theodolit / Nivelliergerät
- Aufnahme von Ausrichtungen: Fluchtstab, Schnurgerüst, Richtschnur
Das Maßband
Es besteht aus Kunststoff oder Metall und ist in einem Gehäuse aufgerollt. Die Messung erfolgt über einen Ring. Die Skalierung ist oft in Fuß/Zoll oder Metern angegeben. Übliche Längen sind 10, 25, 50 und 100 Meter.
Das Lot
Es besteht aus einem schweren, spitz zulaufenden Gewicht, das an einer flexiblen Schnur hängt. Ein oberes Befestigungselement dient zur Fixierung.
Die Wasserwaage
Sie besteht aus einem an beiden Enden verschlossenen Glasrohr mit einer leichten konvexen Wölbung. Das Rohr ist mit einer beweglichen Flüssigkeit (z. B. Alkohol) gefüllt, sodass eine Luftblase die horizontale Ausrichtung anzeigt. Die Libelle ist in einem Metallrahmen gefasst.
Schlauchwaage
Sie basiert auf dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. Ein transparenter Schlauch, der mit Wasser gefüllt ist, definiert an beiden Enden die gleiche horizontale Ebene. Sie wird zur Übertragung von Höhenpunkten verwendet.
Das Nivelliergerät
Es besteht aus einem Teleskop mit Libelle auf einem Stativ mit drei Stellschrauben. Das Teleskop kann um eine vertikale Achse gedreht werden, um eine horizontale Sichtlinie in jede Richtung zu erzeugen.
Der Winkelmesser
Er besteht aus zwei rechtwinklig verbundenen Schenkeln aus Metall oder Holz. Er dient dazu, eine senkrechte Ausrichtung zu ziehen. Alternativ kann mit einem 12 Meter langen Band ein rechtwinkliges Dreieck (Satz des Pythagoras: 3, 4, 5 Meter) gebildet werden (a² + b² = c²).
Fluchtstab
Eine zylindrische Stange aus Holz oder Metall (1,50 bis 2 m Länge, 3 bis 4 cm Durchmesser), die abwechselnd rot und weiß markiert ist, um eine bessere Sichtbarkeit zu gewährleisten.
Vermessungspfahl
Ein prismatisches Holzstück mit quadratischer Grundfläche und spitzem Ende, das mit einem Hammer in den Boden geschlagen wird. Er dient zur Markierung von Fundamentpunkten, wobei Schnüre an Nägeln befestigt werden können.
Schnurgerüst
Es besteht aus einem Brett, das länger als die Grabenbreite ist und durch Pfähle gesichert wird. Auf der Oberseite werden die Position der Achse und die Ränder des Fundaments markiert. Das Gerüst wird außerhalb des Grabens platziert, um bei Erdbewegungen nicht zu verrutschen.
Richtschnur
Eine feine Schnur aus Hanf oder Nylon, die zwischen Pfählen oder Schnurgerüsten gespannt wird, um Ausrichtungen präzise zu definieren.
Laser-Nivelliergerät
Ein Gerät mit einer rotierenden Basis, die einen Laserstrahl zur horizontalen oder vertikalen Referenzierung aussendet.
Totalstation
Ein elektronisches Vermessungsgerät (Theodolit mit Distanzmesser), das Winkel und Distanzen misst und so die altimetrische und planimetrische Position eines Punktes bestimmt.