Grundlagen der visuellen Wahrnehmung und Kinderzeichnung
Eingeordnet in Physik
Geschrieben am in
mit einer Größe von 4,81 KB
Anatomie des Auges
Esclerótica: Die Auskleidung des Augapfels mit Ausnahme der Vorderseite. Es ist eine undurchsichtige Faserhaut, die als Schutz für das Auge dient.
Retina: Die lichtempfindliche Oberfläche, die das Bild empfängt und in Kontakt mit der Aderhaut steht. Sie wandelt die projizierten Bilder um, die dann an das zentrale Nervensystem übermittelt werden. Die Netzhaut enthält Stäbchen und Zapfen sowie den Sehnerv.
- Zapfen: Lichtempfindliche Elemente, die für Farben und Sehschärfe verantwortlich sind.
- Stäbchen: Lichtempfindliche Elemente, die nur achromatische Lichtreize und Empfindungen wahrnehmen.
- Blinder Fleck: Die Stelle, an der der Sehnerv in der Netzhaut beginnt; hier gibt es weder Zapfen noch Stäbchen.
Punkt 2: Räumliche Wahrnehmung
- Verkleinerung: Wenn wir unterschiedliche Objekte in verschiedenen Größen auf einem einheitlichen Hintergrund haben, wirkt das kleinste Objekt am weitesten entfernt.
- Teilweise Abdeckung: Tritt auf, wenn ein Objekt ein anderes teilweise verdeckt und somit die Sicht auf die Konturen des zweiten Objekts behindert.
- Höhenlage: Wenn wir mehrere Figuren gleicher Größe auf einer Grundlinie zeichnen, erscheint diejenige, die höher platziert ist, als die am weitesten entfernte.
- Schatten: Die Verwendung von Licht und Schatten ist zentral für die räumliche Wahrnehmung.
- Eigenschatten: Der Schatten, der auf dem Körper selbst entsteht, um seine dreidimensionale Form auszudrücken.
- Schlagschatten: Der Schatten, den ein Körper auf seine Umgebung wirft. Er kann je nach Lichtquelle, Natur des Lichts und Blickwinkel verzerrt sein.
- Detailansicht: Basiert auf der analytischen Darstellung eines Objekts; je kleiner die Details, desto größer das Gefühl der Entfernung.
- Luftperspektive: Basiert auf der Änderung von Farbton und Sättigung mit zunehmender Entfernung (bekannt durch Da Vinci und Velázquez).
- Lineare Perspektive: Basiert auf der Konvergenz paralleler Linien an einem Punkt, da unsere Netzhaut parallele Linien als konische Projektionen wahrnimmt.
Punkt 3: Farbe und Licht
Farblicht: Weißes Licht enthält alle Wellenlängen des sichtbaren Spektrums.
Farbe und Materie: Die Reaktion von Stoffen auf Licht. Wir nehmen Eigenschaften durch Ton, Pigmentierung und Textur wahr. Das Mischen von drei Lichtquellen ergibt Weiß, das Mischen von drei Pigmenten ergibt Schwarz.
Mischungen
- Additive Mischung: Helle Farben ohne Materie. Die Primärfarben des Lichts sind Rot, Grün und Blau. Ihre Mischung ergibt Weiß.
- Subtraktive Mischung: Kombination von Materialien oder Pigmenten. Hierbei wird Lichtintensität abgezogen; die Mischung ergibt Schwarz.
Qualität der Farbe
- Helligkeit (Photometrischer Wert): Der Grad des emittierten oder reflektierten Lichts (Weiß als Maximum, Schwarz als Minimum).
- Farbton (Matiz): Die Farben des Spektrums: Violett, Rot, Orange, Gelb, Grün und Indigo.
- Sättigung: Die Reinheit oder Intensität der Farbe.
Farbbeziehungen
Der Ausdruck von Farbe basiert auf Harmonie (Einheit durch ein dominantes Element) oder Kontrast (Kompromisse zwischen Farbqualitäten).
- Kontraste: Die Wahrnehmung eines Tons wird durch die umgebenden Farben beeinflusst.
- Wertkontrast: Ein Ton erscheint auf einem dunklen Hintergrund heller als auf einem hellen.
- Komplementärkontrast: Wenn zwei Komplementärfarben kombiniert werden, erhöht sich die Intensität der einzelnen Farbe.
Punkt 5: Stadien der Kinderzeichnung
- Malerische Phase: Versuch, grafische Vorstellungen frei auszudrücken.
- Unterhaltungsphase: Freude an der Geste und der Spur auf dem Papier.
- Übungsphase: Systematisierung der grafischen Geste, um Rhythmus und Orientierung im Raum zu gewinnen.
Lernprinzipien
Das Grundprinzip ist die psychomotorische Erziehung: Die Bewegung im Raum muss erlebt werden, bevor sie auf Papier übertragen wird. Der Lehrer sollte die Kinder motivieren, Erfahrungen durch kreatives Gestalten auszudrücken.
Punkt 6: Entwicklung des Gekritzels
Das Gekritzel beginnt zwischen 18 Monaten und 4 Jahren und wird in Klassen unterteilt, beginnend mit dem ungeordneten Gekritzel.