Grundlagen der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

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Die Grundlagen der Aufmerksamkeit

Die Aufmerksamkeit ist eine bewusste Aktivität, die Sinne, Reaktionssysteme und Wissenspläne im Gedächtnis leitet.

Die vier Stufen der Wahrnehmung

  • Detektion: Jeder Sinn verfügt über Rezeptoren, die empfindlich auf bestimmte Reize reagieren.
  • Transduktion: Die Fähigkeit des Körpers, eine Energieform in eine andere umzuwandeln. Die Rezeptoren wandeln Reize in Nervenimpulse um.
  • Übertragung: Bei ausreichender Intensität werden Nervenimpulse übertragen, die codierte Informationen über die Reizeigenschaften an verschiedene Teile des Gehirns senden.
  • Informationsverarbeitung: Das Gehirn erkennt die Nervensignale, organisiert und interpretiert sie zu bewussten Erfahrungen.

Exterozeptoren

  • Geschmack: Chemischer Sinn, der vier Grundaromen unterscheidet (süß, salzig, sauer, bitter). Die Geschmacksvielfalt entsteht durch deren Kombination.
  • Geruch: Chemischer Sinn, bei dem flüchtige Substanzen die Rezeptoren in der Nase erregen.
  • Sehen: Die Augen sind das wichtigste Organ und übertragen Bilder über den Sehnerv an das Gehirn.
  • Hören: Entscheidend für die Kommunikation durch Sprache; wir sind sehr empfindlich für Klangunterschiede und menschliche Stimmen.
  • Tasten: Unsere Gesellschaft hemmt den Tastsinn oft aufgrund von Assoziationen mit sexuellem Interesse, obwohl Berührungen auch Zuneigung ausdrücken.

Propriozeptoren

  • Kinästhetischer Sinn: Informiert über die relative Körperposition und Bewegungsabläufe; reguliert zudem die Muskelspannung.
  • Gleichgewichtssinn: Liefert Informationen über die Bewegung und Orientierung des Kopfes und Körpers im Raum.

Interorezeptoren

  • Organischer Sinn: Informiert über den Zustand unserer inneren Organe durch Darmzellen.

Schwellenwerte und Kognition

  • Absolute Schwelle: Die Mindestmenge eines Reizes, um ihn wahrzunehmen, sowie die Obergrenze, ab der keine weitere Steigerung der Empfindung mehr stattfindet.
  • Differenzschwelle: Der notwendige Intensitätsunterschied eines Reizes, um eine Veränderung gegenüber einem vorherigen Reiz wahrzunehmen.
  • Kognition: Jeder Mensch nutzt kognitive Schemata (im Gedächtnis gespeichertes Wissen), um die Realität zu interpretieren.

Faktoren der Wahrnehmung

Externe Faktoren

  • Intensität: Veränderungen stimulieren in der Regel unsere Aufmerksamkeit.
  • Wiederholung: Von großer Bedeutung, etwa in der kommerziellen Werbung.
  • Größe: Große Objekte ziehen eher unsere Aufmerksamkeit auf sich als kleine.
  • Neuheit: Ungewohnte Objekte werden leichter wahrgenommen.

Interne Faktoren

  • Aufmerksamkeit: Wir sind uns zu jedem Zeitpunkt nur einer begrenzten Anzahl von Reizen bewusst, was die Wahrnehmung selektiv macht.
  • Interessen und Werte: Wir fokussieren uns auf Aspekte der Realität, die uns wichtig sind.
  • Merkmale des Betrachters: Wünsche, Einstellungen, Persönlichkeit und emotionale Situation beeinflussen die Wahrnehmung.
  • Kultur: Spielt eine wichtige Rolle, da wir lernen, die Welt aus einer kulturell konditionierten Perspektive wahrzunehmen.

Unsere Sinne sind nicht immer in der Lage, ein wahres Bild der Realität zu vermitteln. Es gibt verschiedene Wahrnehmungsstörungen.

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