Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie: Prozesse und Theorien
Eingeordnet in Leibesübungen
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,2 KB
Thema 4: Wahrnehmung als konstruktiver Prozess
Wahrnehmung ist ein konstruktiver Prozess, bei dem wir unsere Gefühle organisieren und mit Bedeutung versehen.
Etappen der Wahrnehmung
- Erkennung: Aufnahme von Reizen durch Sinnesorgane (Auge, Ohr, Gleichgewichtssinn).
- Transduktion: Umwandlung der Reizenergie in neuronale Impulse.
- Übertragung: Weiterleitung der kodierten Informationen bei ausreichender Reizintensität.
- Informationsverarbeitung: Interpretation und Organisation der Informationen durch das Gehirn.
Visuelle Wahrnehmung
Lichtwellen treffen auf die Netzhaut, werden über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet, dort verarbeitet und analysiert, wodurch das Sehen ermöglicht wird.
Theorien der Wahrnehmung
Wahrnehmung ist kein bloßes Mosaik von Empfindungen, sondern ein komplexes Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Teile.
Gestaltgesetze der Wahrnehmung
- Gesetz der Nähe: Nahe beieinanderliegende Reize werden als Gruppe wahrgenommen.
- Gesetz der Ähnlichkeit: Ähnliche Reize (Form, Farbe, Größe) werden gruppiert.
- Gesetz der Kontinuität: Fortlaufende Linien werden als zusammengehörig wahrgenommen.
- Gesetz des Kontrasts: Die Wahrnehmung von Farben und Formen hängt vom Hintergrund ab.
- Gesetz der Geschlossenheit: Unvollständige Objekte werden als Ganzes ergänzt.
Kognitive Schemata
Ein kognitives Schema ist ein organisiertes System gespeicherten Wissens, das dazu dient, die Realität zu interpretieren und Erfahrungen zu integrieren.
Wahrnehmungsstörungen
- Agnosie: Unfähigkeit, Reize über einen bestimmten Sinn zu erkennen.
- Illusionen: Verformung eines wahrgenommenen Objekts:
- Mangelnde Aufmerksamkeit
- Katathyme Illusionen (affektbedingte Verformung)
- Pareidolie (fantastische Umdeutung von Strukturen)
- Halluzinationen: Akustisch, visuell, gustatorisch, olfaktorisch oder taktil.