Grundlagen der Wirtschaft: Angebot, Nachfrage und Theorien
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Grundlagen des Marktes
Markt: Ort, an dem Angebot und Nachfrage für Waren und Dienstleistungen aufeinandertreffen.
Angebot
Definition: Die Menge an Waren, die Anbieter und Lieferanten aktuell auf dem Markt bereitstellen. Dies lässt sich in der Angebotskurve darstellen.
- Angebotskurve: Das Angebot ist direkt proportional zum Preis.
- Variablen des Angebots: Produktionskosten, Marktordnung, Preise der Produktionsfaktoren sowie Preise konkurrierender Produkte.
Nachfrage
Definition: Das Verhältnis der Waren und Dienstleistungen, die Verbraucher in Abhängigkeit von ihrer Kaufkraft erwerben möchten.
- Nachfragekurve: Sinkender Preis führt zu steigender Nachfrage.
- Variablen der Nachfrage: Endproduktpreise, Bevölkerungsgröße und exogene Variablen.
Marktgleichgewicht
Das Marktgleichgewicht ist der Punkt, an dem Angebot und Nachfrage auf dem Graphen übereinstimmen. Schwankungen in Angebot oder Nachfrage können zu einem Überangebot oder einer Unterversorgung führen.
Marktstrukturen
- Monopol: Ein einziger Hersteller bietet eine Ware oder Dienstleistung an, die nicht substituierbar ist (z. B. Strom).
- Oligopol: Es gibt nur wenige Verkäufer, die mit wenigen Rivalen konfrontiert sind.
- Monopson und Oligopson: Betrachtung aus Sicht der Käufer (Nachfragemonopol bzw. Nachfrageoligopol).
Wirtschaftstheorien und Geschichte
Merkantilismus
Wirtschaftspolitik der Nationalstaaten, charakterisiert durch staatliche Eingriffe. Ziel ist die Stärkung des Staates durch die Anhäufung von Edelmetallen und den Exportüberschuss trotz Kriegen und Piraterie.
Physiokratie
Entstanden im 18. Jahrhundert in Frankreich. Sie definierten die Wirtschaft erstmals als Disziplin mit festen Gesetzen. Das Land gilt als Basis des Reichtums (Land = Macht).
Klassische Ökonomie
- Adam Smith: Fokus auf Arbeitsteilung und die Rolle des Marktes als Austauschort zur Bedürfnisbefriedigung.
- David Ricardo: Fokus auf Einkommensverteilung zwischen sozialen Klassen (Arbeiter, Arbeitgeber, Vermieter).
- Warenwert: Reichtum definiert sich durch die Anhäufung von Gütern; Geld ist der Wert der Münzen.
Neoklassik vs. Klassik
Die Neoklassik stellt den Menschen als Individuum in den Mittelpunkt der wirtschaftlichen Beziehungen. Während Klassiker den Wert einer Ware über den Ausgangswert und die Preisänderung durch Angebot und Nachfrage definieren, fokussiert die Neoklassik auf die subjektive Bedürfnisbefriedigung.
Gossen'sche Gesetze
- Erstes Gossen'sches Gesetz: Der Grenznutzen nimmt bei kontinuierlichem Konsum ab.
- Zweites Gossen'sches Gesetz: Der Wert eines Gutes steigt, je größer die Befriedigung ist, die es stiftet.