Grundlagen des Zivilprozessrechts: Verfahren und Urteile
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I. Elemente des Prozessrechts
a. Konstitutive Elemente
- Existenz eines Rechtsstreits: Die Ursache des aktuellen Konflikts zwischen den Parteien.
- Das Bestehen eines Streits, der durch das Gericht gelöst werden muss.
b. Gültigkeitsbedingungen
- Zuständigkeit des Gerichts zur Beilegung des Streits.
- Prozessfähigkeit der streitenden Parteien.
- Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Formalitäten.
II. Die Klage (Subjektiver Anspruch)
Die Geltendmachung eines Rechts durch ein Subjekt, das gerichtlichen Schutz fordert.
1. Elemente der Maßnahme
Aktives Subjekt, passives Subjekt (Beklagter) und Klagegrund.
2. Elemente der Forderung
Vermögenswert (Kläger), steuerpflichtige Person (Beklagter), Objekt (Rechtsanspruch) und Ursache (Tatsache oder Handlung).
3. Mehrere Ansprüche (Art. 17 CPC)
- Kompatibel: Unter demselben Gericht können mehrere Ansprüche geltend gemacht werden.
- Inkompatibel: Ansprüche, die sich gegenseitig ausschließen.
III. Einreden
Verteidigungsmittel des Beklagten gegen den Anspruch des Klägers.
- Dilatorische Einreden: Zielen auf die Korrektur des Verfahrens ohne Klärung der Begründetheit (z. B. Unzuständigkeit).
- Peremptorische Einreden: Zielen auf die Abweisung des Anspruchs (Erklärung von Tatsachen und Rechten).
- Anomale Einreden: Können zu jedem Zeitpunkt vorgebracht werden (z. B. Verjährung, Rechtskraft).
IV. Parteien
- Mehrheit von Parteien: Mehrere Personen bei gleicher Klage oder mehreren Klagen aus demselben Sachverhalt.
- Einstweilige Verfügungen: Schutzmaßnahmen und spezielle Verfahren gemäß CPC.
- Indirekte Parteien (Dritte): Personen, die nicht ursprünglich Kläger oder Beklagte waren.
V. Prozesshandlungen
Willensäußerungen zur Entwicklung des Verfahrens.
- Gültigkeitsvoraussetzungen: Durchführung gemäß gesetzlicher Vorgaben (z. B. Vollmachten, Berichterstattung).
- Fristen: Handlungen müssen an Werktagen (8:00 bis 20:00 Uhr) erfolgen.
- Dokumentation: Schriftliches Zeugnis mit Datum, Unterschrift und Beglaubigung.
- Autorisierung: Genehmigung durch den zuständigen Beamten.
VI. Verfahrensgestaltung
1. Schriftform
Einreichung der Klage beim Gericht unter Einhaltung formaler Anforderungen (Identifikation, Unterschrift, Kopien).
2. Fristen
Unterscheidung zwischen gesetzlichen, richterlichen oder konventionellen Fristen sowie tödlichen und nicht tödlichen Fristen gemäß CPC.
3. Säumnis
Verfahrensfortsetzung bei Untätigkeit einer Partei gemäß Art. 78 CPC.
VII. Zustellungen
- Persönliche Zustellung: Übergabe der Vollversion an die Person.
- Zustellung an Stellvertreter: Bei Abwesenheit der Person an einen Erwachsenen vor Ort.
- Zustellung per Karte: Hinterlegung am Wohnort.
- Zustellung per Amtsblatt: Öffentliche Bekanntmachung.
- Stillschweigende Zustellung: Wenn die Partei durch ihr Handeln Kenntnis von der Entscheidung zeigt.
VIII. Urteile
Einstufung
- Endgültige Urteile: Beenden die Instanz.
- Zwischenurteile: Entscheiden über einen Vorfall oder eine Vorfrage.
- Beschlüsse (Autos): Resolutionen zu Vorfällen.
- Dekrete: Formale Anordnungen zur Verfahrensführung.
Auswirkungen gerichtlicher Entscheidungen
- Desasimiento: Nach Zustellung können endgültige Urteile vom Gericht nicht mehr geändert werden.
- Rechtskraft (Cosa Juzgada): Unveränderlichkeit und Unangreifbarkeit der Entscheidung.