Grundzüge der thomistischen Philosophie

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Metaphysik

  • 1. Essenz und Existenz: Die Lehre von der Schöpfung weist auf die Differenz zwischen Gott und dem Rest der Wesen (Geschöpfe) hin.
  • 2. Kontingenz und Zusammensetzung von Essenz und Existenz: Alle Realitäten außer Gott sind zusammengesetzt; was sie auszeichnet, ist das Verhältnis von Essenz und Existenz.
  • 3. Existenz als Akt des Seins: Das Dasein wird als ein Akt des Wesens verstanden, der durch verschiedene Stufen der Perfektion gekennzeichnet ist und von der Essenz abhängt.
  • 4. Der Begriff der Ursache: In Anlehnung an die aristotelische Metaphysik wird dargelegt, dass eine Reihe von Ursachen nicht unendlich sein kann. Eine Kette kontingenter Ursachen erfordert eine erste, ontologisch überlegene Ursache.

Ethik

Aristotelische Grundlage:

  • 1. Das ultimative Ziel ist das Glück, welches nur in Gott zu finden ist.
  • 2. Ein Akt ist gut, wenn er zum Glück führt, und schlecht, wenn er vom natürlichen Sittengesetz abweicht.
  • 3. Tugendhafter Habitus:
    • 3.1. Dianoetische Tugenden: Diese vervollkommnen den Verstand.
    • 3.2. Ethische Tugenden: Diese vervollkommnen den rationalen Teil der Seele (z. B. Mäßigkeit und Gerechtigkeit).

Politik

  • 1. Entstehung der Gesellschaft: Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen (nach Aristoteles). Die Gruppierung der Personen erfolgt in drei Stufen: Familie, Dorf und Staat.
  • 2. Regierungsformen: Es gibt die Monarchie, die Aristokratie und die Demokratie. Die Monarchie wird jedoch bevorzugt, da es durch sie leichter ist, eine Einheit und ein Kriterium zum Wohlergehen der Bürger aufrechtzuerhalten.

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