Guggenheim Museum Bilbao und Henry Moores Reclining Figure

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Guggenheim Museum Bilbao

Stammdaten

  • Architekt: Frank O. Gehry
  • Datierung: 1991–1997
  • Standort: Bilbao
  • Stil: Dekonstruktivismus
  • Materialien: Kalkstein, Glas und Titan

Das Museum zeichnet sich durch eine Struktur aus, die keine einzige ebene Fläche aufweist. Ein Teil des hohen Gebäudes wird von einer Brücke durchzogen. Die Außenfassade ist mit Titanplatten und einem speziellen Kalkstein verkleidet, der aus Andalusien stammt und auch an der Universität von Deusto verwendet wurde.

Innenräume

Das Innere wird durch eine riesige, 50 Meter hohe Lobby sowie Stege und Galerien auf drei Ebenen erschlossen, die durch verglaste Aufzüge und Türme verbunden sind. Die gesamte Ausstellungsfläche beträgt 11.000 m², verteilt auf 19 Galerien. Besonders hervorzuheben ist der große Saal, der 30 Meter breit und 130 Meter lang ist und durch seine Säulenkonstruktion auch schwere Exponate tragen kann. Fast alle Räume erhalten durch Oberlichter natürliches Tageslicht.

Außenansicht und Stil

Das Gebäude kombiniert zwei Arten von Volumina: orthogonale, mit Kalkstein verkleidete Bereiche und geschwungene, mit Titanblechen bedeckte Formen. Glaswände sorgen für Transparenz. Der Haupteingang wird durch eine Treppe definiert, die den Hang überwindet. Gehry nutzte Computer-Simulationen, um die komplexen Strukturen zu berechnen – ein technologischer Fortschritt, der die Architektur nachhaltig beeinflusste.

Interpretation und Funktion

Als Teil der Solomon R. Guggenheim Foundation dient das Museum der Präsentation zeitgenössischer Kunst. Die organischen Formen werden oft als Hommage an die Hafenstadt Bilbao gedeutet; die glänzenden Titanplatten erinnern an die Schuppen eines Fisches.


Reclining Figure von Henry Moore

Stammdaten

  • Autor: Henry Moore
  • Chronologie: 1938
  • Herkunft: Großbritannien
  • Stil: Surrealismus

Beschreibung und Form

Die Skulptur stellt eine liegende weibliche Figur dar, deren Attribute mit der Landschaft verschmelzen. Moore ließ sich von prähistorischen und präkolumbischen Frauenfiguren inspirieren. Die Skulptur ist aus Stein gefertigt und monochrom braun gehalten. Charakteristisch ist die raue Oberfläche und die zentrale Öffnung (das Vakuum), die den Körper der Frau in einen Bezug zur Natur und Fruchtbarkeit setzt.

Einflüsse und Kontext

Moore wurde stark von der präkolumbischen Kunst, insbesondere der Maya-Kultur (Chac Mool), beeinflusst. Seine Arbeit verbindet moderne Abstraktion mit primitiven Einflüssen. Historisch entstand das Werk in der Zwischenkriegszeit. Obwohl Moore dem Surrealismus nahestand, distanzierte er sich 1938 von der Gruppe, da er sich verstärkt religiösen und mythologischen Themen zuwandte.

Bedeutung

Die Skulptur betont die Kontinuität der Natur. Durch die Aufstellung im öffentlichen Raum sollte die Kunst für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden, wobei Moore stets die Verbindung zwischen menschlicher Figur und natürlicher Form betonte.

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