Guillem de Berguedà und J.V. Foix: Katalanische Lyrik

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Guillem de Berguedà: Der provokante Troubadour

Guillem de Berguedà (ca. 1138–1196) verfasste das Werk "Cansoneta leu e plana".

Guillem war ein widersprüchlicher Feudalherr aus Berguedà, der die Dichtung dazu nutzte, seine Feinde öffentlich zu attackieren und zu verunglimpfen. Mit seinem Werk "Cansoneta leu e plana" (Liedchen, leicht und einfach) griff er einen seiner Rivalen an: Ponç de Mataplana. Es handelt sich um einen Sirventes (ein Genre der Troubadourdichtung, das dazu dient, Spott, Hass oder Kritik zu vermitteln).

Inhalt und Struktur des Werkes

Die Komposition thematisiert die Mängel von Ponç de Mataplana (Karikatur in den Versen II–III), seine angebliche Homosexualität (Verse IV–V) und moralische Laster (in den sogenannten Tornadas). Dabei verwendet der Autor gezielte Übertreibungen.

Das Gedicht besteht aus fünf Strophen, wobei die letzten beiden Verse jeder Strophe eine besondere Struktur aufweisen (A7 A7 A7 B7 'B7 B7 B7). Die Verse behalten in allen Liedern eine einzigartige metrische Struktur bei, verändern jedoch die Reime (die Klänge).

Stilmittel: Trobar Leu vs. Trobar Clus

"Leu" (leicht) und "plana" (einfach) sind zwei technische Begriffe der Troubadourdichtung. Sie beziehen sich auf das Trobar leu, eine Form der Poesie mit einfachem Ausdruck, schlichtem Vokabular und unkomplizierter Syntax. Dies steht im Gegensatz zum Trobar clus, das sich an ein anspruchsvolles Publikum richtet. Guillem wollte mit diesem Werk viele Menschen erreichen, weshalb es sehr leicht verständlich ist.

Guillem de Berguedà adressiert Ponç de Mataplana mit dem Pseudonym "Marqués". Dies geschieht jedoch nicht, weil dieser einen Adelstitel besaß, sondern weil es sich auf einen militärischen Chef der Spanischen Mark (Marca Hispánica) bezieht.

Metrik und rhetorische Figuren

Wie bei den Sprüchen der späten Gedichte sind lexikalische Wiederholungen und der Rhythmus der Verse in Nachahmung der Volkspoesie konstruiert, mit Betonungen auf der 3., 5. und 7. Silbe.

Es werden Hyperbeln (Übertreibungen) und Litotes (Verneinung eines Konzepts, um das Gegenteil zu betonen) als rhetorische Mittel eingesetzt, um beispielsweise die Episode der Zähne gegen die Felsen von Melgur zu erklären.

"No·m pretz una figa" (Ich schätze es nicht eine Feige wert): Ein populärer Ausdruck, um zu sagen, dass etwas wertlos oder unwichtig ist (ähnlich dem heutigen "schnuppe").

In Anspielung auf die Homosexualität spricht er bei Ponç de Mataplana von den "Eutern" aus Cordovan-Leder (mariniertes Ziegenfell), die die Menschen ihm zum Nickerchen bringen sollten.

J.V. Foix: Reflexionen über die Moderne

J.V. Foix (1894–1987)

"Sol, i de dol, i amb vetusta galla" (Allein und in Trauer, in alter Tracht): Eine Reflexion über die Einsamkeit des modernen Menschen in einer Welt, die von Technologien beherrscht wird.

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