Haushaltsplanänderungen und Staatsausgaben
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Haushaltsplanänderungen und Zuständigkeiten
Haushaltsplanänderungen sind Anpassungen des Haushaltsbetrags, des Zwecks oder des Zeitplans der Mittel, die ursprünglich durch das Haushaltsgesetz aus dem Staatshaushalt genehmigt wurden.
Die Generaldirektion für das Haushaltsgesetz legt die Behörden fest, die zur Genehmigung der entsprechenden Haushaltsänderungen befugt sind. Je nach Art der Änderung sind dies folgende Einrichtungen:
- Ministerrat
- Minister für Wirtschaft und Finanzen
- Inhaber eines Fachministeriums
Arten von Haushaltsänderungen
1. Quantitative Beschränkungen
Diese betreffen Änderungen in der Höhe der Mittelzuweisungen für Kredite, d. h. sie dienen der Finanzierung von Ausgaben im laufenden Jahr, die im Haushaltsgesetz nicht vorgesehen waren und nicht auf das nächste Jahr verschoben werden können (z. B. fehlende Mittel für die Auszahlung von Arbeitslosengeld).
In allen Fällen muss die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Ausgaben gerechtfertigt werden, während gleichzeitig die Mittel oder Ressourcen angegeben werden müssen, die zur Aufstockung des Fonds dienen sollen.
Die wichtigsten Änderungen der quantitativen Beschränkungen sind:
- Außerplanmäßige Kredite und Kreditnachbewilligungen
- Krediterweiterungen
2. Qualitative Beschränkungen
Diese Änderungen sind durch den Bedarf an einer vollständigen oder teilweisen Übertragung eines budgetierten Kredits auf einen anderen motiviert. Sie führen nicht zu einer Erhöhung der geplanten Gesamtausgaben (z. B. Übertragungen; Beispiel: Fehlendes Geld in einem Bereich wird durch einen Zuschuss aus einem anderen Bereich gedeckt).
3. Zeitliche Begrenzungen
Diese werden auf bestimmte Ausgaben angewendet, deren Verpflichtungszeitraum im laufenden Haushaltsjahr beginnt, deren Ausführung jedoch eine breitere zeitliche Abdeckung erfordert (z. B. mehrjährige Ausgaben für den Straßenbau und entsprechende Verpflichtungen).
Öffentliche Ausgaben und Staatskasse
Öffentliche Ausgaben stellen den finanziellen Aufwand des Staates dar, um die Bedürfnisse der Bürger im Rahmen der gesetzlichen Haushaltsbeschränkungen zu erfüllen.
Funktionen der Staatskasse
Die Dienststellen der öffentlichen Finanzverwaltung (Staatskasse) nehmen Funktionen wahr, die durch das Haushaltsgesetz in Kraft gesetzt werden:
- Wahrnehmung der Rechte und Pflichten des Staates bei Zahlungen.
- Anwendung des Prinzips der Einheit der Kasse durch die Zentralisierung von Geldmitteln und Wertpapieren aus Haushalts- und außerplanmäßigen Operationen.
Die Staatskasse unterhält ein Bankkonto bei der Bank von Spanien. Der Finanzminister kann zudem Konten in Euro oder Fremdwährungen bei anderen Kreditinstituten eröffnen.
Rechtliche Grundlagen der Staatsausgaben
Die öffentlichen Ausgaben sind gesetzlich als das Schuldverhältnis zwischen der Verwaltung und einem anderen Rechtssubjekt definiert, das anlässlich einer Auszahlung aus der Staatskasse entsteht.
Drei wesentliche Elemente:
- Das aktive Subjekt: Der Vertragspartner, der die Ausgaben tätigt.
- Das passive Subjekt: Die Verwaltung des Staates, der Region oder der Kommune, welche die Ausgaben ausführt.
- Die Ursache: Das soziale Bedürfnis, das durch die Erkenntnis und Tätigung der öffentlichen Ausgaben gedeckt wird.