Hautanhangsgebilde: Aufbau und Funktionen im Überblick
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Hautanhangsgebilde
Highlights:
- Haare: Entstehen aus einer Gruppe von Hautzellen und bestehen aus Keratin. Sie dienen der Schutzfunktion und der Regulierung der Körpertemperatur.
- Nägel: Entstehen aus Epidermiszellen, die eine mit Keratin gefüllte Platte bilden. Sie unterstützen die Greiffunktion der Hand.
- Knochenschuppen: Bei Fischen zu finden. Es handelt sich um skelettartige Formationen, die als Hautschutz dienen.
- Knochenpanzer: Kommen bei Tieren wie Schildkröten vor und haben eine schützende Funktion.
- Federn: Horngebilde epidermalen Ursprungs mit Schutzfunktion und zur Regulierung der Körpertemperatur. Evolutionär sind diese Strukturen homolog zu den Schuppen der Reptilien.
Hornschuppen der Reptilien: Eine Verdickung der Epidermis, bestehend aus Keratin, die dem Tier große Flexibilität ermöglicht. Bei den meisten Reptilien werden diese Schuppen periodisch abgestoßen (Häutung), außer bei Krokodilen und Schildkröten.
Die Hautschichten
Die Haut besteht aus mehreren Zellschichten. Sie dient dem Schutz, verhindert Wasserverlust und reguliert die Körpertemperatur.
- Amphibien: Die Haut fungiert hier zusätzlich zur Lunge als Atmungsorgan.
- Meeressäuger: Die Haut besitzt mehrere Fettschichten, die das Tier wasserdicht machen.
- Landsäugetiere und Vögel: Haare und Federn dienen der Wärmespeicherung.
Die Haut der Säugetiere besteht aus drei Schichten:
Epidermis (Oberhaut)
Die Oberflächenschicht. Die Zellen teilen sich in tieferen Bereichen, steigen kontinuierlich an die Oberfläche und ersetzen abgestorbene Zellen. Diese toten Zellen an der Oberfläche werden durch Keratin in eine schützende Hornschicht umgewandelt. Dies geschieht beim Menschen kontinuierlich, bei Reptilien hingegen oft schubweise.
In den tiefsten Bereichen der Epidermis befinden sich Melanozyten. Diese Zellen produzieren Melanin, ein spezielles Pigment, das der Haut ihre Farbe verleiht.
Dermis (Lederhaut)
Die dickere Schicht, die aus Bindegewebe besteht. Sie ist reich an Kollagenfasern, die der Haut Flexibilität und Festigkeit verleihen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Kollagenproduktion ab, wodurch die Haut an Elastizität verliert.