Die Herrschaft von Amadeus I. und die Erste Spanische Republik
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Die zweijährige Herrschaft von Amadeus I.
Die zweijährige Herrschaft von Amadeus I. war von ständigen Schwierigkeiten gekennzeichnet:
- 1. Mangelnde Unterstützung: Amadeus I. fehlte die Unterstützung der Kirche, der gemäßigten Elite und der Anhänger von Cánovas del Castillo.
- 2. Opposition des Militärs: Die Ankunft von Amadeus I. provozierte Sektoren innerhalb des Militärs, die zu bewaffneten Aufständen neigten.
- 3. Republikanische Ablehnung: Weder die Republikaner noch die Volksgruppen unterstützten ihn. Sie strebten einen Systemwechsel an, was 1872 zu neuen sozialen Unruhen im Rahmen des Bundes führte.
- 4. Konflikt in Kuba: Seit 1868 herrschte mit dem „Grito de Yara“ ein bewaffneter Konflikt auf der Insel Kuba.
- 5. Ende der Herrschaft: Die endgültige Krise der Herrschaft von Amadeus von Savoyen war die Folge des Zerfalls der Regierungskoalition und der Demokraten.
Die Erste Spanische Republik (1873–1874)
4.1 Die Ausrufung der Republik: Februar bis Juni 1873
Die Cortes, als Träger der nationalen Souveränität, beschlossen in Abwesenheit des Monarchen am 11. Februar 1873 die Ausrufung der Republik. Estanislao Figueras wurde an die Spitze der Regierung gewählt. Die Republik wurde von den unteren Klassen mit Begeisterung aufgenommen, da sie glaubten, nun ihre sozialen Bestrebungen verwirklichen zu können.
Ein Großteil der föderalen Republikaner, die die neue Republik anführten, war jedoch weit von den revolutionären Bestrebungen ihrer Basis entfernt. Die Cortes wurden am 1. Juni 1873 eröffnet und verkündeten am 7. Juni die föderal-demokratische Republik. Die Präsidentschaft lag zunächst bei Estanislao Figueras, der jedoch zurücktrat und die Regierung an Francisco Pi y Margall übergab, dessen Ziel wichtige Reformen waren:
a) Der Entwurf der föderalen Verfassung
Im Juni wurde den Cortes der Entwurf einer neuen Verfassung vorgelegt. Die spanische Nation sollte aus 17 Staaten bestehen, darunter Kuba. Die Staatsgewalt wurde auf drei Ebenen aufgeteilt: lokal, regional und föderal.
b) Bewaffnete Konflikte
Die Erste Republik sah sich mit ernsthaften Problemen konfrontiert. Einer der Konflikte war der Dritte Carlistenkrieg. Die Regierungstruppen konnten den Konflikt in den Städten nicht beenden, und der Krieg dauerte bis 1876 an. Hinzu kam der anhaltende Krieg in Kuba (seit 1868).
c) Der kantonalistische Aufstand
Der schwerwiegendste Konflikt, der die Republik in ihrer kurzen Zeit erschütterte, war der Kantonalismus. Dies war ein komplexes Phänomen, das autonome Bestrebungen unnachgiebiger föderaler Republikaner mit sozialen Revolutionsbestrebungen verband, die von den neuen Ideen des Internationalismus inspiriert waren.