Herz-Kreislauf- und psychische Erkrankungen im Überblick
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen das Herz und die Blutgefäße. Sie sind die häufigste Todesursache in der westlichen Gesellschaft. Jährlich sterben 8 Millionen Menschen an Herzproblemen und weitere 6 Millionen an zerebrovaskulären Erkrankungen wie Schlaganfällen oder Hirnblutungen.
Diese Erkrankungen können genetisch bedingt sein, doch die wichtigsten Ursachen – die sogenannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren – sind unzureichende Ernährung, Bewegungsmangel und Tabakkonsum.
Häufige Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Schlaganfall (Stroke): Tritt auf, wenn die Blutversorgung eines Gehirnteils unterbrochen wird, meist durch ein Blutgerinnsel, das eine Hirnarterie blockiert (Thrombose oder Embolie).
- Arteriosklerose: Verursacht durch die Anhäufung von Cholesterin und Fetten an der Innenwand der Arterien, was den Blutfluss behindert.
Psychische Erkrankungen
Psychische Erkrankungen sind Störungen der Gehirnchemie. Sie beeinflussen das Denken, die Stimmung und die Fähigkeit, mit anderen zu interagieren. Laut der WHO leiden weltweit fast 1,5 Milliarden Menschen an neuropsychiatrischen Erkrankungen.
Die Mehrheit der Betroffenen kann die Symptome durch die Einnahme von Medikamenten kontrollieren, die regulierend auf die Gehirnchemie wirken.
Spezifische psychische Störungen
- Anorexia nervosa: Die betroffene Person ist zu dünn, hat jedoch eine verzerrte Wahrnehmung und große Angst vor einer Gewichtszunahme.
- Bulimie: Betroffene haben ein normales oder leicht erhöhtes Gewicht. Nach Essanfällen versuchen sie, die Kalorienzufuhr durch Erbrechen, Abführmittel oder exzessive körperliche Aktivität auszugleichen.
- ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung): Diagnostiziert bei Kindern mit Problemen bei der Impulskontrolle (können nicht ruhig bleiben) und Aufmerksamkeit.
- Persönlichkeitsstörungen: Erkrankungen, die durch starre und unangemessene Verhaltensmuster charakterisiert sind.
- Demenz: Besteht in einem fortschreitenden Verlust geistiger Fähigkeiten, vor allem des Gedächtnisses. Sie tritt häufiger bei älteren Menschen auf; die bekannteste Form ist Alzheimer.
Einfluss auf das Nervensystem
- Dämpfende Substanzen: Verursachen Schläfrigkeit, verlangsamte Reaktionen sowie eine Reduktion der Herzfrequenz und Atmung.
- Stimulanzien: Erhöhen die Aufmerksamkeit, reduzieren das Schlafbedürfnis, vermitteln ein Gefühl gesteigerter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit und unterdrücken den Appetit.
- Störungen des Nervensystems: Beeinträchtigen grundlegende psychologische Funktionen wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denken und Wahrnehmung.
- Multiple Sklerose: Eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft.
Organtransplantationen
Eine Abstoßungsreaktion bei einer Transplantation tritt auf, wenn das Immunsystem des Körpers das neue Organ als fremd identifiziert und versucht, es zu zerstören. In Spanien werden die meisten Transplantationen von Nieren, Lebern, Herzen, Lungen und Därmen durchgeführt.