Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie der Motivation

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Theorie der Faktoren von Herzberg

Frederick Herzberg war ein US-amerikanischer Psychologe, Berater und Professor an der University of Utah. Er formulierte die Zwei-Faktoren-Theorie, um besser zu erklären, wie Menschen sich bei der Arbeit verhalten, und identifizierte zwei Faktoren, die das Verhalten von Individuen leiten.

Hygienefaktoren

Hygienefaktoren (oder äußere Faktoren) beziehen sich auf die Umgebung des Menschen und die Beschaffenheit ihrer Arbeitsplätze. Diese liegen außerhalb der Kontrolle des Einzelnen. Zu den wichtigsten Hygienefaktoren gehören:

  • Löhne und Sozialleistungen
  • Art der Führung oder Überwachung durch Vorgesetzte
  • Physische und ökologische Arbeitsbedingungen
  • Unternehmensrichtlinien und Verordnungen

Herzberg stellt fest, dass Hygienefaktoren oft fälschlicherweise als einzige Motivationsquelle angesehen werden. Wenn man versucht, durch Belohnungen oder Lohnerhöhungen (d. h. osea) eine unangenehme Situation zu verbessern, wird die Person lediglich dazu bewegt, die Arbeit fortzusetzen, aber nicht wirklich motiviert. Laut Herzbergs Untersuchungen dienen optimale Hygienefaktoren dazu, Unzufriedenheit zu vermeiden; sind sie jedoch unzureichend (düster), verursachen sie Unzufriedenheit. Ihre Wirkung ist vergleichbar mit einem Mittel gegen Kopfschmerzen: Sie bekämpfen den Schmerz, verbessern aber nicht die grundlegende Gesundheit. Da sie mit Unzufriedenheit zusammenhängen, nennt Herzberg sie Unzufriedenheitsfaktoren.

Motivationsfaktoren

Interne Motivationsfaktoren stehen unter der Kontrolle des Individuums (Person) und beziehen sich auf das, was die Person tut und welche Rolle sie spielt. Diese Faktoren beinhalten:

  • Gefühle des persönlichen Wachstums
  • Anerkennung von Berufsqualifikationen
  • Bedürfnis nach Selbstverwirklichung im Job

Oft sind Aufgaben so konzipiert, um die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu erfüllen, was die Möglichkeiten für individuelle Kreativität einschränkt. Dadurch verliert die Arbeit für das Individuum an psychologischer Bedeutung, was zu Desinteresse führt, da das Unternehmen lediglich einen angemessenen Arbeitsplatz bietet. Nach Herzberg wirken Motivationsfaktoren viel tiefer und stabiler auf das Verhalten der Menschen, wenn sie optimal ausgeprägt sind. Da sie mit der individuellen Befriedigung verbunden sind, nennt Herzberg sie Zufriedenheitsfaktoren.

Zufriedenheit vs. Unzufriedenheit

Er stellt ferner fest, dass die Faktoren für die Arbeitszufriedenheit unabhängig (freistehend) von jenen Faktoren sind, die Unzufriedenheit verursachen. Für ihn ist "das Gegenteil von Arbeitszufriedenheit nicht Unzufriedenheit, sondern keine Zufriedenheit". Mit anderen Worten besagt die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg: Zufriedenheit entsteht durch den Inhalt der Arbeit, herausfordernde Tätigkeiten und die persönliche Entfaltung (Motivationsfaktoren). Unzufriedenheit im Amt resultiert aus dem Kontext, d. h. dem Arbeitsumfeld, dem Gehalt, den Sozialleistungen sowie der Beziehung zu Vorgesetzten und Kollegen (Hygienefaktoren).

Job Enrichment

Um Motivation bei der Arbeit zu schaffen, schlägt Herzberg die "Anreicherung von Aufgaben" (auch als Job Enrichment bekannt) vor. Dies bedeutet den Ersatz einfacher und elementarer Aufgaben durch komplexere Tätigkeiten, die Herausforderungen bieten, persönliche Befriedigung ermöglichen und das persönliche Wachstum fördern.

Motivationsfaktoren und Hygienefaktoren

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