Erste Hilfe und Anatomie der Wirbelsäule

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Abweichungen der Wirbelsäule

Kyphose: Ein Buckel, der bei einigen Personen vorkommt; häufig durch Alterung bedingt. Hyperlordose: Pathologische Akzentuierung der physiologischen Lendenlordose. Skoliose: Seitliche Abweichung der Wirbelsäule durch erbliche Ursachen oder Fehlhaltungen.

Die Wirbelsäule als Eckpfeiler

Die Wirbelsäule ist ein Gefüge aus 33 Wirbeln, die unser wichtigstes Stützsystem bilden und uns die aufrechte Haltung ermöglichen, die uns Menschen charakterisiert.

Anzahl der Wirbel

  • Halswirbel (Zervikal): 7
  • Brustwirbel (Dorsal): 12
  • Lendenwirbel: 5
  • Kreuzbein (Sakral): 5
  • Steißbein (Kokzygeal): 4

Muskeltonus und Körperhaltung

Muskeltonus: Die Aktion der Muskeln, die uns auf den Beinen hält. Diese Spannung wird Tonus genannt und sichert unsere Haltung.

Die richtige Position

Um aufrecht und ausgerichtet zu sein, müssen Nacken, Schultern, der untere Rücken, das Becken sowie die Hüft-, Knie- und Knöchelgelenke koordiniert sein. Die Schultern sollten entspannt und nach hinten gezogen sein; der Bauch sollte eingezogen und das Becken leicht nach vorne geschoben sein.

Grundlagen der Ersten Hilfe

Beihilfe für Personen mit Wunden oder solchen, die plötzlich erkrankt sind. Der Zweck ist es, Schmerzen und Angst der Verletzten zu lindern und eine Verschlimmerung des Zustands zu verhindern.

Allgemeine Regeln im Notfall

Wenn du nicht weißt, was zu tun ist, tue lieber gar nichts. Bewege den Betroffenen nicht unnötig. Informieren Sie den Arzt. Untersuchen Sie die Wunden, bewahren Sie Ruhe und lassen Sie den Patienten liegen. Lockern Sie die Kleidung. Bei Erstickungsgefahr Mund-zu-Mund-Beatmung oder Herzmassage anwenden. Eine bewusstlose Person sollte in die stabile Seitenlage (Erholungsposition) gebracht werden.

Verletzungen und Wundarten

Veränderungen durch Hautdurchbrüche:

  • Stiche: Erzeugt durch Ahlen, Nadeln usw.
  • Eingeschnitten: Sauberer Schnitt der Haut.
  • Stumpf: Wenn Gewebeschäden vorliegen.

Komplikationen: Blutungen und Infektionen (schwere Komplikationen, die durch die Kontamination der Wunde entstehen).

Luxationen, Verstauchungen und Frakturen

Luxationen (Verrenkungen): Läsionen, bei denen ein Knochen seine Position im Gelenk verlässt. Der Verletzte muss gesichert und in ein Gesundheitszentrum evakuiert werden.

Verstauchungen: Austritt eines Knochens aus der Gelenkhöhle, der danach wieder in seine normale Position zurückkehrt. Eis anwenden und evakuieren.

Arten von Frakturen

  • Geschlossen: Die Haut ist intakt.
  • Offen: Der Knochen tritt nach außen.

Verbrennungen und Hitzeeinwirkung

Läsionen durch Hitzeeinwirkung:

  • 1. Grad: Betrifft die Hautoberfläche, gekennzeichnet durch Rötung.
  • 2. Grad: Bildung von Blasen.
  • 3. Grad: Betrifft das subkutane Gewebe und zerstört es. (Keine Salben verwenden!)

Sonnenstich (Exposure)

Auswirkungen der Sonnenstrahlen auf den Kopf. Person entkleiden, kalte Umschläge auf den Kopf legen, Flüssigkeiten zu trinken geben und kalte Duschen anwenden.

Notfälle und Unfälle

Elektrische Unfälle: Kann zu Bewusstlosigkeit, Irritationen und lokalen Verletzungen führen. Berühren Sie die Person nicht, solange sie in physischem Kontakt mit dem Strom steht.

Vergiftungen: Erzeugt Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe. Das Gift muss mit einem Gegenmittel bekämpft werden.

Bisse und Stiche

Häufige Bisse stammen von Hunden, Katzen oder Nagetieren. Gefährlich sind Schlangenbisse oder Stiche von Skorpionen, Spinnen und giftigen Tausendfüßlern. Wunden müssen mit viel Wasser und Seife gewaschen und getrocknet werden; danach Antiseptikum und Tetanus-Impfung. Bei Stichen den Stachel entfernen und Ammoniaklösung einreiben. Bei giftigen Bissen stillhalten und einen Tourniquet 5 bis 8 cm oberhalb des Bisses anlegen.

Krankheitsbilder und Schockzustände

Lipotimia (Ohnmacht): Kalter Schweiß und Blässe durch mangelnde Durchblutung des Gehirns. Beine hochlagern, damit der Kopf tiefer als das Herz liegt.

Schock: Depression vieler organischer Funktionen durch unzureichende Durchblutung. Merkmale: kühle und feuchte Haut, bläuliche Lippen, Tachykardie, schnelles Atmen und Pupillenerweiterung.

Epilepsie: Plötzliches Hinfallen, starrer Blick, gerötetes Gesicht und Hals, gefolgt von Krämpfen am ganzen Körper. Nicht versuchen, die Zuckungen zu stoppen; einen Lappen zwischen die Zähne schieben.

Asphyxie und Notfalltechniken

Asphyxie (Ersticken): Versuchen, das blockierende Objekt zu entfernen. Zuerst Schläge zwischen die Schulterblätter. Dann das Manöver des Bear Hug (Heimlich-Manöver): Plötzlicher Druck auf das Abdomen des Opfers.

Mund-zu-Mund-Beatmung: Kopf nach hinten neigen, Nase zuhalten, tief einatmen und kräftig in den Mund des Opfers blasen, bis sich der Brustkorb hebt.

Die Haced-Regel (RICE)

Eis, Ruhe, Druck, Hochlagern und Diagnose.

Weitere Muskel- und Sehnenverletzungen

  • Erschütterung: Kopfverletzung als Ergebnis eines direkten Aufpralls.
  • Prellung (Kontusion): Quetschung von Muskelgewebe und Blutgefäßen.
  • Sehnenriss: Ruptur einer Sehne.
  • Kontraktur: Unwillkürliche, schmerzhafte und dauerhafte Muskelkontraktion durch Überlastung.
  • Tendinitis: Entzündung einer Sehne.
  • Krämpfe: Plötzlicher und unerwarteter Muskelspasmus.
  • Agujetas: Mikroschäden in den Muskelfasern (Muskelkater).

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