Erste Hilfe bei Verletzungen: Ein Leitfaden

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1. Arten von Verletzungen

Zu den Verletzungen zählen Knochen-, Muskel- und Gelenkverletzungen, viszerale Verletzungen, Wunden und Abschürfungen, Prellungen sowie Brust-, Bauch- und Schädel-Hirn-Traumata.

Knochenläsionen

Symptome: Schwellung, Schmerzen, funktionelle Einschränkungen, Blutergüsse und Fehlstellungen.

Typen: Offene und geschlossene Frakturen.

Muskelverletzungen

Ursachen sind oft plötzliche Kontraktionen, Übermüdung, mangelndes Aufwärmen oder längere Inaktivität.

Typen: Faserrisse, Tendinitis, Tenosynovitis, Hernien, Krämpfe, Zerrungen und Muskelrisse.

Gelenkverletzungen

Betroffen sind Knorpel, Gelenkkapseln, Menisken und Bänder.

Typen: Verstauchungen, Verrenkungen, Synovitis und Arthritis.

2. Erste Hilfe

Erste Hilfe umfasst die sofortige, begrenzte und vorübergehende Unterstützung bei Unfällen oder plötzlichen Erkrankungen.

2.1 Verhalten am Unfallort

Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie methodisch vor. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation und treffen Sie notwendige Sicherheitsvorkehrungen.

2.2 Prävention und Maßnahmen

  • Vermeiden Sie weitere Unfälle (z. B. Absicherung der Unfallstelle).
  • Bewegen Sie das Opfer nicht ohne vorherige Beurteilung der Schäden.
  • Geben Sie dem Opfer weder Wasser noch alkoholische Getränke.
  • Transportieren Sie das Opfer nicht in einer falschen Position.

Atemwege freimachen

  1. Entfernen Sie Schleim oder Erbrochenes aus dem Mundraum.
  2. Esmarch-Handgriff: Schieben Sie den Unterkiefer nach vorne oben, um ein Zurückfallen der Zunge zu verhindern, oder überstrecken Sie den Hals vorsichtig nach hinten.
  3. Führen Sie bei Bedarf eine künstliche Beatmung durch.

Externe Herzmassage

Symptome: Bewusstlosigkeit, kein Puls, kein Blutdruck, Atemstillstand, blasse oder bläuliche Haut.

Durchführung:

  • Opfer in Rückenlage auf eine harte Oberfläche legen.
  • Druckpunkt: Mittleres oder unteres Drittel des Brustbeins.
  • Druckausübung mit dem Körpergewicht (ca. 3,5 cm Tiefe).
  • Frequenz: ca. 60 Kompressionen pro Minute.
  • Regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit.

Wunden

  • Stichwunden: Durch Nadeln o. Ä. verursacht; Schweregrad hängt von der Eindringtiefe ab.
  • Schnittwunden: Saubere Wundränder, verursacht durch scharfe Gegenstände.
  • Quetschwunden: Unregelmäßige Wundränder, verursacht durch stumpfe Gewalteinwirkung.

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